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Deutschland / Weltweit Trittin wirft Deutschen „kollektive Neurose“ im Bezug auf Autos vor und fordert härtere Strafen für Raser
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Trittin wirft Deutschen „kollektive Neurose“ im Bezug auf Autos vor und fordert härtere Strafen für Raser
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17:55 07.06.2019
Grünen-Politiker Jürgen Trittin: „kollektive Neurose“. Quelle: Jörg Carstensen/dpa
Berlin

Der grüne Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin hat schärfere Strafen für Raser gefordert. Verstöße müssten „endlich härter und stärker sanktioniert werden“, sagte Trittin dem Spiegel laut Vorabbericht.

„Wir haben in Deutschlands Bußgeldkatalog extrem niedrige Strafen für den Verstoß gegen Verkehrsregeln. Wer auf dem Radweg parkt und -blockiert, wird meist nicht mal abgeschleppt. Das ist lächerlich. Und wer permanent rast, bekommt in der Schweiz sogar Gefängnisstrafen. Wir brauchen hier endlich eine angemessene Sanktionierung“, sagte Trittin wörtlich.

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Das Verhältnis der Deutschen zum Automobil nannte Trittin „eine kollektive Neurose, vergleichbar mit der, die Amerikaner mit dem freien Zugang zu Schusswaffen haben“. Nach dem Faschismus habe man sich in Deutschland auf die neue Freiheit, die sich mit dem Auto verband, konzentriert.

Tempolimit nur eine Frage der Zeit

Diese Neurose lasse nach, prognostizierte Trittin. „Es ist nur eine Frage der Zeit, dass es auch bei uns ein Tempolimit geben wird. Genau wie es nur eine Frage der Zeit war, bis die Wehrpflicht abgeschafft wurde.“

Trittin kritisierte seinen Parteifreund Winfried Kretschmann, den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, für dessen Aussage, dass es einen sauberen Diesel gebe, den man noch lange brauchen werde. „Ich würde dazu raten, eine untergehende Technologie nicht perfektionieren zu wollen.

Der Kretsch kann natürlich romantische Gefühle hegen, aber der Diesel hat keine Zukunft mehr“, sagte Trittin. Man müsse jetzt den sich abzeichnen den Strukturwandel gestalten, nicht verhindern. „Die Argumente erinnern mich an die SPD im Ruhrgebiet, die noch bis in die Neunzigerjahre die Steinkohle hochgehalten hat“, so Trittin. Die Folgen dieser Haltung seien „katastrophal“ sagte Trittin.

Von RND

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