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Deutschland / Weltweit US-Außenminister Pompeo beißt beim Iran mit Besuchsangebot auf Granit
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit US-Außenminister Pompeo beißt beim Iran mit Besuchsangebot auf Granit
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13:22 31.07.2019
US-Außenminister Mike Pompeo beißt mit seinem Vorschlag, den Iran zu besuchen, auf Granit. Quelle: Salvador Melendez/AP/dpa
Teheran

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat das Angebot seines US-Kollegen Mike Pompeo abgelehnt, nach Teheran zu kommen und eine Ansprache an das iranische Volk zu halten. Das sei eine „scheinheilige Geste“, sagte Sarif am Mittwoch. „Sie müssen nicht in den Iran kommen.“ Am Rande einer Kabinettssitzung schlug Sarif vor, Pompeo solle iranischen Journalisten Visa ausstellen lassen, damit sie ihn in den USA interviewen könnten. Ihre bisherigen Anträge seien abgelehnt worden.

Pompeo hatte am Montag getwittert, die US-Regierung habe keine Angst davor, dass Sarif in die USA kommen und dort frei reden könne. „Sind die Fakten im (iranischen) Regime so schlimm, dass er mich nicht dasselbe in Teheran machen lassen kann?“, fragte er an den obersten geistlichen Führer Ali Chamenei gerichtet. „Was, wenn sein Volk die Wahrheit hörte, ungefiltert, ungekürzt?“

USA und Iran: Ein ständiges Spannungsverhältnis

Die Spannungen zwischen beiden Ländern haben stetig zugenommen, seit sich die USA vor mehr als einem Jahr aus dem internationalen Atomabkommen zurückgezogen, neue Sanktionen gegen Teheran verhängt und ihre Militärpräsenz im Persischen Golf verstärkt haben. Die diplomatischen Beziehungen sind bereits seit der Islamischen Revolution 1979 abgebrochen. Die USA erlauben aber iranischen Regierungsmitgliedern, zum UN-Hauptsitz in New York zu reisen.

Von RND/dpa