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Deutschland / Weltweit Union liegt trotz Verlusten bei EU-Wahl vorn
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Union liegt trotz Verlusten bei EU-Wahl vorn
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20:57 07.06.2009
Quelle: Axel Schmidt/ddp
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Deutlich zulegen konnte laut Hochrechnungen als einzige Partei die FDP; ihr Ergebnis von 2004 in etwa halten konnten die Grünen und die Linke. Die CDU wertete das Ergebnis als Signal für eine schwarz-gelbe Mehrheit bei der Bundestagswahl im Herbst.

Den Hochrechnungen von 18.45 Uhr der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) und von Infratest/Dimap (ARD) zufolge kommt die Union auf 38,4 Prozent. Die CSU schafft klar den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. Dennoch verlieren die Unionsparteien im Vergleich zur Europawahl 2004 rund sechs Prozentpunkte. Damals hatten CDU und CSU mit einem Ergebnis von 44,5 Prozent auch davon profitieren können, dass die SPD wegen der Reformpolitik von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf ein historisches Tief von 21,5 Prozent bei der Europawahl abfiel. Die SPD konnte diesmal aber dennoch nicht zulegen: Den Hochrechnungen zufolge verlor sie sogar noch leicht auf 21,3 bis 21,1 Prozent.

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Gewinner der Wahl sind somit die kleineren Parteien, insbesondere die FDP. Sie legt um rund 4,5 Prozentpunkte auf 10,3 bis 10,6 Prozent zu. Die Grünen erzielen mit 12,1 beziehungsweise 11,6 Prozent ein ähnlich gutes Ergebnis wie vor fünf Jahren, und die Linke kann rund einen Prozentpunkt gut machen und kommt auf 7,2 bis 7,5 Prozent. Auf sonstige Parteien, darunter die Freien Wähler, entfallen rund 10,7 Prozent und damit kaum mehr als bei der Wahl 2004. Die Wahlbeteiligung sank laut ZDF auf ein neues Allzeit-Tief von 42,1 Prozent nach 43 Prozent vor fünf Jahren.

Gewählt wurden in Deutschland die 99 deutschen Abgeordneten im EU-Parlament mit seinen insgesamt 736 Sitzen. Neben den 62,2 Millionen wahlberechtigten Bundesbürgern konnten in Deutschland auch rund 2,1 Millionen wahlberechtigte EU-Ausländer an die Urnen gehen. Mit ihrem Votum beendeten am Sonntag Bürger in 19 EU-Ländern den Wahlmarathon zum Europaparlament.

afp

Hochrechnung von 19.30 Uhr (Forschungsgruppe Wahlen)