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Deutschland / Weltweit Union stößt Grüne vom Umfrage-Thron
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Union stößt Grüne vom Umfrage-Thron
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17:14 13.07.2019
Schwarz und Grün: Zusammen hätten die Parteien momentan eine Regierungsmehrheit. Quelle: dpa/pa
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Berlin

Die politische Stimmung in Deutschland verändert sich nur geringfügig, aber das hat trotzdem Auswirkungen: Lange hatten die Grünen die Nase in den Umfragen alleine vorne, zuletzt lagen beide gleichauf. Nun übernimmt die Union erstmals seit der Europawahl wieder die alleinige Führung – wenn auch auf eher niedrigem Niveau.

Im jüngsten RTL/n-tv-Trendbarometer von Forsa verharrte die Union im Vergleich zur Vorwoche bei 26 Prozent. Da die Grünen jedoch einen Punkt auf 25 Prozent einbüßten, nehmen CDU und CSU nun allein Platz eins ein. Zu vergleichbaren Ergebnissen kamen jüngst auch andere Umfrage-Institute.

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Bei forsa legen SPD und AfD jeweils einen Punkt zu und landen beide bei 13 Prozent. Der Kampf um Platz 3 im Parteienspektrum ist weiter offen. Die FDP verliert einen Punkt und kommt nur noch auf sieben Prozent. Die Linken blieben unverändert bei 8 Prozent.

Momentan gäbe es eine Mehrheit für zwei verschiedene Bündnisse

Auf Basis dieser Zahlen hätte Schwarz-Grün eine komfortable Regierungsmehrheit (51%), aber auch Grüne, SPD und Linke könnten derzeit aufgrund der vielen sonstigen Parteien, die nicht im Bundestag vertreten wären, mit zusammen 46 Prozent eine Regierung bilden.

Bei den Wahlabsichten zeigen sich im aktuellen Trendbarometer nach wie vor starke Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen. Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, würden im Westen CDU/CSU und Grüne mit jeweils 27 Prozent gleichauf an der Spitze liegen. Im Osten lägen CDU/CSU und AfD mit jeweils 23 Prozent vor den anderen Parteien. Im Osten käme die SPD auf 9, im Westen auf 14 Prozent. Die Linke würde im Osten von 17, im Westen von 6 Prozent gewählt.

Forsa-Chef Manfred Güllner: „Trotz der heftigen internen Machtkämpfe und der Diskussion über das Ausmaß rechtsradikaler Gewalt sinkt die Zustimmung zur AfD nicht. Das bestätigt, dass die AfD-Anhänger keinesfalls nur unzufriedene Wutbürger aus allen Schichten des Volkes sind. Vielmehr ist die AfD ein Sammelbecken für all jene, die latent schon immer anfällig für fremdenfeindliches und extrem rechtes, sogar völkisches Gedankengut waren.“

Von RND/dpa/cb