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Deutschland / Weltweit Linnemann will Kopftuchverbot an öffentlichen Schulen
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13:07 19.02.2019
Carsten Linnemann (CDU) setzt sich für ein Kopftuchverbot an öffentlichen Schulen ein. Quelle: Christophe Gateau/dpa
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Berlin

CDU/CSU-Fraktionsvize Carsten Linnemann hat sich für ein Kopftuchverbot für Kinder an staatlichen Schulen ausgesprochen. In einem Sammelband mit dem Titel „Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland“, den er diese Woche zusammen mit dem CSU-Landtagsabgeordneten Winfried Bausback veröffentlicht hat, schreibt er:

„Mädchen unter 14 Jahren müssen ohne Kopftuch in unseren Bildungseinrichtungen lernen und sich frei bewegen dürfen. Wir dürfen keine Geschlechterdiskriminierung durch die Hintertür zulassen.“ Eine entsprechende Regelung auf Bundesebene wäre möglich, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete – „man muss sie nur politisch wollen“.

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Auch Boris Palmer befürwortet eine „Leitkultur“

Zu den Befürwortern einer deutschen „Leitkultur“ unter den Autoren dieses Sammelbandes zählt auch der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne). Er sei zu der Überzeugung gelangt, „dass wir eine Debatte über Leitkultur im Sinne des jedenfalls weit mehrheitlich getragenen Erwartungshorizonts brauchen“, schrieb Palmer. Dies sei auch im Interesse von Geflüchteten, die „Klarheit darüber benötigen, was sie tun müssen, um in unserem Land dazuzugehören und erfolgreich zu sein“.

Auch Palmer argumentiert gegen das Kopftuch, wenn er entgegen der Auffassung vieler Parteikollegen, schreibt: „Im Zweifel tut man einer jungen Muslima nichts Gutes, wenn man sie darin bestärkt, ein Kopftuch zu tragen, oder dafür Toleranz einfordert.“ Denn sie werde mit Kopftuch auf ihrem weiteren Lebensweg in Deutschland „mit Sicherheit mehr Schwierigkeiten haben als ohne“.

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Von RND/dpa/lf