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Deutschland / Weltweit Unklare Mehrheitsverhältnisse in Thüringen und im Saarland
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12:33 21.08.2009
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In Sachsen zeichnet sich eine schwarz-gelbe Mehrheit ab, während der Wahlausgang in Thüringen und im Saarland noch völlig offen erscheint. Quelle: Norbert Millauer/afp (Archiv)
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In Thüringen kommt die CDU in der am Donnerstagabend veröffentlichten Infratest-dimap-Umfrage auf 34 Prozent. Die Linke erreicht 24 Prozent, die SPD 19 Prozent. Die FDP liegt bei acht Prozent, die Grünen kommen auf sechs Prozent. Laut dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer liegt die CDU im aktuellen Stimmungsbild bei 35 Prozent. Die Linke kommt auf 25 Prozent, die SPD auf 18 Prozent. Die FDP liegt bei zehn Prozent, die Grünen erreichen fünf Prozent und müssen um den Einzug ins Parlament bangen.

Die CDU von Ministerpräsident Dieter Althaus muss damit mit erheblichen Verlusten rechnen und dürfte die absolute Mehrheit verlieren. Auch für eine schwarze-gelbe Koalition würde keine Mehrheit zustande kommen. Rechnerisch wäre dagegen ein rot-rot-grünes Bündnis denkbar. Allerdings schließt die SPD aus, den Linken-Spitzenkandidaten Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten zu wählen.

Unklar ist die Situation auch im Saarland. Dort ist die CDU der Infratest-dimap-Umfrage zufolge mit 38 Prozent stärkste Kraft. Die SPD kommt auf 26 Prozent, die Linke liegt bei 15 Prozent. Die FDP erreicht neun Prozent, die Grünen liegen bei sechs Prozent. In der Politbarometer-Projektion erreicht die CDU nur 36 Prozent. Die SPD kommt auf 26 Prozent, die Linke auf 16 Prozent. Die FDP liegt bei neun Prozent, die Grünen erreichen sechs Prozent.

Damit muss die seit zehn Jahren im Saarland unter Ministerpräsident Peter Müller allein regierende Union ebenfalls mit deutlichen Verlusten rechnen. Ein schwarz-gelbes Bündnis auf der einen und eine rot-rot-grüne Koalition liegen in den Umfragen etwa gleichauf. Im ZDF-Politbarometer hätten SPD, Linke und Grüne allerdings eine Mehrheit. SPD-Landeschef Heiko Maas schließt ein solches Bündnis ausdrücklich nicht aus.

In Sachsen zeichnen sich dagegen eindeutigere Mehrheitsverhältnisse ab. Laut Infratest-dimap-Umfrage erreicht die CDU dort in der Sonntagsfrage 38 Prozent der Stimmen. Die Linke kommt auf 21 Prozent, die SPD auf 13 Prozent. Die FDP liegt bei 11,5 Prozent, die Grünen erreichen sechs Prozent. Die NPD, die derzeit im sächsischen Landtag sitzt, würde mit 4,5 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. In der ZDF-Projektion liegt die Union bei 42 Prozent. Die Linke kommt auf 20 Prozent, die SPD auf elf Prozent. Die FDP liegt bei elf Prozent, die Grünen schaffen sechs Prozent. Im Politbarometer würde auch die NPD mit sechs Prozent wieder in den Landtag einziehen.

In Sachsen würde die CDU von Ministerpräsident Stanislaw Tillich demnach etwa ihr Ergebnis der Wahl von 2004 halten. Die Union könnte damit nach dem jetzigen Stand sowohl mit dem jetzigen Koalitionspartner SPD als auch mit der FDP die Parlamentsmehrheit erreichen.

In allen drei Bundesländern sind allerdings noch zahlreiche Wähler unentschlossen. Laut Politbarometer gibt nur etwa die Hälfte aller Wahlberechtigten an, sicher zu sein, wen sie wählen wollen. In Sachsen sind es nur 49 Prozent, in Thüringen 52 Prozent und im Saarland 50 Prozent.

afp