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Deutschland / Weltweit Weißes Haus räumt Sicherheitsmängel in Bengasi ein
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Weißes Haus räumt Sicherheitsmängel in Bengasi ein
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22:50 10.10.2012
Das Weiße Haus hat Sicherheitsmängel eingeräumt. Diese führten dazu, dass die Attacke auf das US-Konsulat in Bengasi nicht verhindert werden konnte. Quelle: dpa
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Washington

Das Weiße Haus hat eingeräumt, dass es vor der tödlichen Attacke auf das US-Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi Sicherheitsmängel gab. Es stehe außer Frage, dass die Schutzmaßnahmen nicht ausgereicht hätten, um diese Tragödie zu verhindern, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, am Mittwoch in Washington. „Es steht außer Frage, dass etwas schiefgelaufen ist, wenn vier Amerikaner getötet wurden.“

Carney äußerte sich vor dem Hintergrund einer Kongressanhörung am Mittwoch, in der es um die Sicherheitslage vor der Attacke ging. Die Debatte stand sichtlich im Zeichen des US-Präsidentenwahlkampfs.

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Bei dem Angriff waren US-Botschafter Christopher Stevens und drei weitere Mitarbeiter ums Leben gekommen. Vor allem die Republikaner verlangen Aufklärung darüber, wie es zu dem tödlichen Anschlag kommen konnte. Sie lasten dem Außenministerium an, dass die Schutzmaßnahmen trotz Warnungen nicht genügend verstärkt worden seien, obwohl das Botschaftspersonal darum ersuchte.

Ein US-Offizier, der in diesem Jahr ein Sicherheitsteam in Libyen geleitet hat, bestätigte dies in der Anhörung. Die Schutzmaßnahmen für das Konsulat seien gering gewesen, beklagte Oberstleutnant Andrew Wood. Der für die Region zuständige Sicherheitsoffizier habe sich vergeblich um zusätzliches Personal zum Schutz der Botschaft bemüht.

Carney wollte sich nicht zu möglichen Fehlern des Außenministeriums äußern. Er verwies auf laufende Untersuchungen und darauf, dass Präsident Barack Obama selbst eine vollständige Aufklärung wolle.

Der Sprecher wies zugleich Vorwürfe der Irreführung bei der Darstellung der Abläufe zurück. Die Regierung hatte zunächst gesagt, dass sich der Angriff aus einer Protestaktion gegen das islamfeindliche Schmähvideo entwickelt habe. Inzwischen hat sich aber herausgestellt, dass es am Abend des Anschlags gar keine solche Demonstration vor dem Konsulat gegeben hat. Carney sagte dazu, die Regierung habe sich seinerzeit an den Informationen orientiert, die ihr zu diesem Zeitpunkt vorgelegen hätten, auch seitens der Geheimdienste.

Zuvor hatten Regierungsbeamte erstmals Details über den Ablauf der Terrorattacke enthüllt. Demnach waren Dutzende bewaffnete Männer daran beteiligt. Der Angriff sei nach einem ruhigen Tag überraschend gekommen, es habe vorher keine Hinweise gegeben, schilderten die Beamten laut Medienberichten die Situation.

Den Angaben zufolge gab es erste Anzeichen kurz vor 22.00 Uhr Ortszeit. Es seien laute Rufe, Schüsse und Explosionen zu hören gewesen. Die Angreifer seien dann von Gebäude zu Gebäude gestürmt. Der Botschafter und zwei Konsulatsmitarbeiter hätten sich zunächst in einen Schutzraum geflüchtet. Nachdem die Angreifer das Gebäude in Brand gesteckt hätten, seien sie aber nach Luft ringend in ein Badezimmer gerannt. Stevens habe es nicht mehr aus dem Badezimmer geschafft.

dpa