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Deutschland / Weltweit Weiterer Anruf bei Programmmachern sorgt für Schlagzeilen
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14:18 27.10.2012
Ein BR-Fernsehbeitrag mit Markus Söder wurde nach einer CSU-Beschwerde nicht mehr gesendet. Quelle: dpa
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München

Laut „SZ“ waren darin Äußerungen des damaligen Umwelt- und heutigen Finanzministers Markus Söder (CSU) vor und nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima gegenübergestellt worden. Der monierte Beitrag aus der Nachmittagsausgabe der BR-„Rundschau“ vom 17. März wurde am Abend - nach der Beschwerde - nicht mehr gesendet.

„Meiner Ansicht nach war der Beitrag aus journalistisch-fachlichen Gründen nicht sachgerecht“, sagte Strauß, die damals Sprecherin des Umweltministers war. „Der Anruf erfolgte nach Ausstrahlung der Sendung.“ Es habe keine Einflussnahme gegeben.

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Ein Sprecher des Bayerischen Rundfunks betonte am Samstag, es gebe keinen Zusammenhang zwischen dem Anruf der Sprecherin und der späteren Programmentscheidung: „Die Zusammensetzung der Nachrichten folgte rein journalistischen Maßstäben. Aus Gründen der Aktualität wurde der Kurswechsel der bayerischen Regierung in der Atompolitik anhand eines längeren Debattenstücks aus dem Landtag thematisiert“, begründete der Sprecher die Entscheidung, am Abend zu dem Thema einen anderen Beitrag als am Nachmittag zu senden. Die Kritik der Opposition am Schwenk von Minister Söder habe in dem neuen Beitrag großes Gewicht gehabt.

Am Donnerstag war CSU-Sprecher Hans Michael Strepp zurückgetreten. Er soll am vergangenen Sonntag mit einem Anruf in der „heute“-Redaktion versucht haben, einen ZDF-Bericht über den bayerischen SPD-Parteitag zu verhindern. 

dpa