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Deutschland / Weltweit Rezo: „Ich bin nicht der Grund. Ich bin nur das Symptom“
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Rezo: „Ich bin nicht der Grund. Ich bin nur das Symptom“
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20:34 29.05.2019
„Ich möchte kein Hauptbeteiligter in einer öffentlichen Diskussion sein“, schreibt YouTuber Rezo in einer langen Stellungnahme auf Twitter. Quelle: Privat/dpa
Aachen

Der Youtuber Rezo hat sich erneut zu Wort gemeldet – dieses Mal in Textform. In einem langen Beitrag auf Twitter äußerte er sich zur Kritik an seinem Video und zur Frage, ob er mit Politikern über seinen Rundumschlag diskutieren solle. Interessant ist auch, worauf er nicht eingeht: Die Gedankenspiele von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer zu „Regeln“ für Meinungsäußerungen im Netz spricht er mit keinem Wort an.

Einladungen zu öffentlichen Diskussionen mit Politikern lehne er ab, schreibt Rezo. „Jeder, der mich mal in einer Live-Diskussion erlebt hat, weiß, dass ich ein Problem mit Stottern habe. Daher möchte ich kein Hauptbeteiligter in einer öffentlichen Diskussion sein.“ Wichtiger sei ihm ohnehin, dass über das Thema eines „Kurswechsels“ bei der Volksparteien und konsequente Klimaschutz gesprochen werde – nicht mit ihm. Er habe ja nichts investigativ aufgedeckt, sondern nur Fakten zusammen getragen.

Einige Politiker hätten sich auch direkt an ihn gewandt, mit ihnen freue er sich, in einen Austausch zu treten. Namen und Parteizugehörigkeit nennt er nicht. Er lobt aber „Kevin, Tiemo und Lars“ dafür, dass sie einen Kurswechsel bejahen. Damit sind Juso-Chef Kevin Kühnert, der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken und SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil gemeint. Die drei hatten in einem Antwort-Video auf Rezo reagiert.

Die CDU – vor allem „Paul und AKK“ (Generalsekretär Paul Ziemiak und Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer) fragt Rezo in seinem Tweet: „Sagt ihr, wir müssen einen deutlichen Kurswechsel machen und lasst uns einmal über das WIE reden? Oder sagt ihr, ein Kurswechsel ist nicht nötig?“

Die Bedeutung seines Videos „Die Zerstörung der CDU“ (inzwischen mehr als 13 Millionen Aufrufe) spielt Rezo herunter: „Ich bin nicht der Grund, warum die Regierungsparteien bei den Unter-30-Jährigen so wenige Stimmen haben. Das Wahlergebnis ist wie der Erfolg meines Videos nur Symptom.“ Die Ursache sei die Missachtung der jungen Generation durch die Politiker. Rezo nennt das „in Teilen nachvollziehbar“. Schließlich seien die Alten die Stammwählerschaft. Einen „Rezo-Effekt“ gäbe es nicht.

Die teils sehr kritische Berichterstattung über sein Video und die nicht immer wohlwollend ausfallenden Faktenchecks kontert er mit einem Angebot an die Journalisten: Wer jeden Kommentar in seinem Medium einen Monat lang ebenso kritisch gegenchecke wie Rezos Video und diese Kritik öffentlich äußert – „dem gebe ich ein Exklusivinterview, einen Tag im Phantasialand und eine Pizza. Mit doppelt Käse.“

Die ersten Redaktionen schwanken schon, ob sie Rezos Angebot annehmen.

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Von RND/jps

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