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Deutschland / Weltweit Zehntausende demonstrieren in Italien und Spanien
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Zehntausende demonstrieren in Italien und Spanien
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15:03 28.10.2012
In Spanien und Italien haben Zehntausende gegen die Sparzwänge protestiert. Quelle: dpa
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Rom/Madrid

Zehntausende Gegner des italienischen Regierungschefs Mario Monti haben am Samstag in einer nationalen Protestkundgebung in Rom gegen seinen harten Spar- und Reformkurs demonstriert. Unter dem Motto „Vereint mit einem rebellierenden Europa - jagen wir die Regierung Monti davon“ wandten sie sich gegen die Politik des ehemaligen EU-Kommissars. Dieser hatte dem Land Steuererhöhungen, Ausgabenkürzungen und eine Arbeitsmarktreform verordnet. Auch in Spanien gingen am Samstag erneut Tausende auf die Straße, um gegen den harten Sparkurs der Regierung zu demonstrieren.

Linke Gewerkschafter, Lehrer und Studenten sowie andere Aktivisten, regierungsunabhängige Organisationen und Kommunisten mit roten Fahnen hatten zum „No-Monti-Day“ in Rom aufgerufen. Sie wandten sich „gegen das europäische Diktat und die Finanzierung der Banken“. Die Organisatoren sprachen von 150.000 Teilnehmern.

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Am Rande der Großkundgebung kam es zu einigen Zwischenfällen. Demonstranten bewarfen Bankfilialen mit Eiern und Flaschen und stürzten Glascontainer um. Andere blockierten eine Umgehungsstraße und warfen mit Steinen und Knallkörpern auf die angerückte Polizei.

Die Proteste in Madrid richteten sich gegen den konservativen Regierungschef Mariano Rajoy, der einen Etatentwurf für 2013 mit Einsparungen in Milliardenhöhe vorgelegt hat. Die ungenehmigte Demonstration verlief friedlich. Bei einer Kundgebung im September waren bei schweren Ausschreitungen 64 Menschen verletzt worden.

Im Gegensatz zu Protesten in Spanien und Griechenland sind Anti-Spar-Kundgebungen in Italien bisher nicht in größere Gewalt ausgeartet. Die römische Polizei hatte sich jedoch darauf vorbereitet, dass diesmal auch gewaltbereite Autonome anreisen könnten. Für den Zug der Zehntausenden vom Repubblica-Platz zur Piazza San Giovanni waren deshalb sehr starke Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden.

dpa

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