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Deutschland / Weltweit Zehntausende unterschreiben Petition gegen AKK
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18:11 28.05.2019
Zwei bekannte Youtuber haben eine Petition für die Meinungsfreiheit ins Leben gerufen.  Quelle: Screenshot change.org
Berlin

Nach der Äußerung von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer zur „Meinungsmache“ im Internet haben am Dienstagnachmittag bereits über 30 000 Menschen eine Petition für Meinungsfreiheit unterzeichnet. Die Youtuber „Marmeladenoma“ und „Herr Newstime“ haben sie ins Leben gerufen und äußern darin ihre Befürchtung, dass „unbequeme Videos in der heißen Wahlkampfphase“ künftig gefiltert werden sollten. Sie fordern Kramp-Karrenbauer auf: „Stoppen Sie die Zensur und den Angriff auf die Meinungsfreiheit!“

Der 29-jährige Thomas Hackner äußert sich auf seinem Videokanal „Herr Newstime“ häufig zu politischen Themen, zuletzt beteiligte er sich an den Protesten gegen die EU-Urheberrechtsreform. Dabei ist er trotz journalistischer Anmutung seiner Videos stets parteiisch.

Für die Petition schließt er sich mit der 87-jährigen Youtuberin Marmeladenoma zusammen, die ihren Zuschauern normalerweise Märchen vorliest. „Nicht nur für die junge Generation, sondern auch für die ältere Generation ist Meinungsfreiheit ein wichtiges Gut, welches wir mit Engagement und Freude verteidigen“, schreibt sie auf ihrem Kanal. Die beiden Autoren der Petition haben auf Youtube zusammen mehr als eine halbe Million Abonnenten.

Der Videoblogger LeFloid, der bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel interviewt hat, ärgert sich ebenfalls über Kramp-Karrenbauers Aussage. Eine Umfrage unter seinen Twitter-Followern hat ergeben, dass das Rezo-Video deren Wahlentscheidung kaum beeinflusst habe. 85 Prozent gaben an, dass sie schon vorher wussten, wem sie ihre Stimme geben.

Die CDU-Chefin hatte am Montag auf einer Pressekonferenz zur Nachlese des miserablen Europawahlergebnisses unter anderem eine offensive Diskussion über politische „Meinungsmache“ im Netz angeregt. Hintergrund ist der millionenfach angeschaute Wahlaufruf des Youtubers Rezo und einer Reihe von anderen Youtubern gegen CDU und SPD. Am Dienstag machte die CDU-Chefin erneut klar, es sei ihr bei ihrer Äußerung nicht um eine Einschränkung der Meinungsfreiheit gegangen.

Von RND/lis/dpa

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