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Niedersachsen AfD-Mitglieder senden sich Hetz- und Porno-Bilder
Nachrichten Politik Niedersachsen AfD-Mitglieder senden sich Hetz- und Porno-Bilder
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00:15 23.03.2017
Über den Messenger-Dienst Threema sollen im Gruppenchat die hetzerischen und pornografischen Bilder verschickt worden sein. Quelle: dpa
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Hannover

Der von Flügelkämpfen geschüttelte niedersächsische Landesverband der AfD kommt nicht zur Ruhe. Wie jetzt bekannt wurde, sollen Mitglieder des Kreisverbandes Weserbergland in einer geschlossenen Chat-Gruppe Hetzbotschaften ausgetauscht haben, in denen Politiker, Juden und dunkelhäutige Menschen verunglimpft wurden. Nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ sollen die etwa 25 Mitglieder der Gruppe unter anderem rassistische, antisemitische und pornografische Bilder verbreitet haben.

Im Weserbergland tritt der Landesvorsitzende der AfD, Armin Paul Hampel, als Direktkandidat für den Bundestag an. Er soll nicht Mitglied der Chat-Gruppe gewesen sein. „Ich kenne nichts davon“, sagte Hampel der HAZ. „Wenn es so etwas geben sollte, dann gehört das abgestellt. Das ist doch klar.“

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Der Vorsitzende des AfD-Kreisverbandes Weserbergland, Manfred Otto, hat den Chat beim Messenger-Dienst Threema offenbar im Jahr 2014 eröffnet. Laut „Welt“ soll der frühere Ministerialrat im Justizministerium in Hannover und frühere Leiter der Justizvollzugsanstalt Bremen die Botschaften toleriert haben. Manfred Otto bestätigte auf Anfrage, dass es die Posts gegeben hat. „Es ist eine geschlossene Gruppe, in der sich einfache Mitglieder und der Vorstand austauschen. Es gab jemanden, der da unappetitliche Dinge gemacht hat, ein einfaches Mitglied. Das ist seit einem Dreivierteljahr abgestellt“, sagte Otto der HAZ. Der Mann schreibe inzwischen nicht mehr in der Chat-Gruppe. Zu dem Vorwurf, dass er das toleriert haben soll, meinte Otto: „Wenn jemand etwas schreiben will, dann darf er das – dafür muss er sich aber auch rechtfertigen.“

Seit Monaten begleiten die Partei Auseinandersetzungen um den Landesvorsitzenden. Hampel sprach gestern angesichts der neuen Vorwürfe von einer „Schmierenkampagne“.

doe