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Niedersachsen Atomkraftgegner besetzen Gorlebener Endlagerbergwerk
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14:41 29.05.2009
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(Archivfoto) Quelle: Joerg Koch/ddp
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Anlass waren Berichte, wonach schon in den 1980er Jahren damit begonnen wurde, den Salzstock Gorleben zum Endlager für Atommüll herzurichten. Bislang hieß es offiziell stets, Gorleben werde nur erkundet.

Am Mittag hatten zunächst 500 Atomkraftgegner vor dem Bergwerk für die Aufgabe des Salzstocks als vorgesehenes Endlager protestiert. Daran beteiligten sich auch rund 20 Landwirte mit ihren Traktoren. Nach Angaben der Polizei brachen dann 200 bis 300 Personen aus der Demonstration aus, überwanden Mauer und Zäune und stürmten das Lager-Gelände.

Der Polizeisprecher sagte am Nachmittag, man werde die Besetzer des Bergwerks nun zunächst auffordern, das Gelände wieder zu verlassen. Sollten sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, würden „Zwangsmittel“ eingesetzt. Wie diese aussehen könnten, wollte er nicht näher beschreiben.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Planungen für ein atomares Endlager im Salzstock Gorleben offenbar schon wesentlich weiter gediehen sind als bislang vermutet. Hervor geht dies aus einem internen Papier des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), das der „Frankfurter Rundschau“ vorliegt. Das BfS wollte den Bericht nicht bestätigen. Es räumte aber ein, dass die bislang in Gorleben angefallenen Kosten höher seien, als es allein für eine Erkundung im Rahmen eines Standortauswahlverfahrens notwendig gewesen wäre.

ddp