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Niedersachsen Keine Strahlung durch Brand freigesetzt
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00:53 24.12.2018
Ein Polizeifahrzeug steht am 6. Dezember vor der Einfahrt zu Brennelementefabrik in Lingen. Quelle: dpa
Hannover

Bei dem Feuer in der Brennelementefabrik in Lingen (Kreis Emsland) am 6. Dezember sind nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums keine radioaktiven Stoffe frei gesetzt worden. Dies hätten Messungen des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN) ergeben, teilte das Ministerium am Freitag in Hannover mit. Bei der Auswertung des Abluftfilters sei keine radioaktive Strahlung nachgewiesen worden.

„Es liegen keine Hinweise auf eine Freisetzung radioaktiver Stoffe in die Umgebung vor“, erklärte Ministeriumssprecherin Sabine Schlemmer-Kaune. Auch die Untersuchungen des Trinkwassers seien unauffällig und spiegelten die natürliche Häufigkeit und Verteilung der radioaktiven Nuklide wieder. Das Wasser war bei dem Brand aus einer beschädigten Leitung ausgetreten. Nach den Untersuchungen des NLWKN liegt die Urankonzentration deutlich unter dem Grenzwert.

Das Feuer war in einem Labor im nuklearen Teil der Fabrik ausgebrochen. Dem Ministerium zufolge geriet zunächst eine Tischplatte aus Kunststoff durch eine fehlerhafte Heizung in Brand, anschließend habe sich ein Gas-Luft-Gemisch entzündet. Rund 150 Feuerwehrleute waren zwei Stunden lang im Einsatz, um den Brand zu löschen. Die Betreiberfirma Advanced Nuclear Fuels (ANF), eine Tochter des französischen Atomkonzerns Framatome, hatte zunächst verschiedene Versionen zu dem Vorfall veröffentlicht. Die Brennelementefabrik war nach dem Brand vorläufig außer Betrieb genommen worden.

Das Umweltministerium hatte den NLWKN beauftragt, die Emissionswerte zu kontrollieren sowie „beweissichernde Messungen“ im Betrieb und in der Umgebung durchzuführen. Das Ministerium betonte, dass es in diesem Jahr keine Häufung von Zwischenfällen in Lingen gegeben habe.

Atomkraftgegner haben bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück Strafanzeigen gegen den Betreiber der Anlage eingereicht. Dabei gehe es zunächst um die möglichen Tatbestände der Bodenverunreinigung, der Luftverunreinigung sowie des unerlaubten Umgangs mit radioaktiven und anderen gefährlichen Stoffen, teilten mehrere Bürgerinitiativen mit. Vor einer Woche hatten etwa 120 Menschen in Lingen für die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik und des Atomkraftwerkes Lingen demonstriert.

Umweltschützer drängen schon länger auf eine Schließung der Fabrik, die auch Atomreaktoren in anderen europäischen Ländern beliefert. Diese Fabrik und die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau sind vom deutschen Atomausstieg ausgenommen und verfügen bislang über unbefristete Betriebsgenehmigungen.

Von Marco Seng

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