Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Niedersachsen CDU-Landeschef McAllister: Wahlziel ist erreicht
Nachrichten Politik Niedersachsen CDU-Landeschef McAllister: Wahlziel ist erreicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:37 08.06.2009
Anzeige

Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sagte am Sonntagabend in Hannover, das Wahlergebnis sei „ein beruhigendes Signal für das bürgerliche Lager“, dennoch müsse sich die CDU im Hinblick auf die Bundestagswahl noch anstrengen. Der niedersächsische CDU-Landeschef David McAllister sprach von einem „ermutigenden Signal“ für die Wahl im September.

Die Beteiligung an der Wahl für ein neues Europaparlament bewegte sich in Niedersachsen und Bremen auf ähnlich niedrigem Niveau wie vor fünf Jahren. Bei trübem und nasskaltem Wetter gaben nach Angaben des stellvertretenden Landeswahlleiters Markus Steinmetz bis 16.30 Uhr knapp 32 Prozent der wahlberechtigten Niedersachsen ihre Stimme ab. Bei der Europawahl 2004 waren es zu diesem Zeitpunkt 32,5 Prozent. Im Bundesland Bremen hatten bis 16.00 Uhr 26,5 Prozent der Wähler eines der Wahllokale aufgesucht, immerhin ein Prozent mehr als 2004.

Anzeige

Niedersachsens CDU-Landeschef McAllister sagte, das Ergebnis sei auch ein Erfolg der CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich stark in den Europawahlkampf eingebracht habe. Das Abschneiden der Union nannte er ein „ordentliches Ergebnis“. Das Wahlziel sei erreicht, stärkste Kraft zu bleiben und deutlich vor der SPD zu liegen.

Niedersachsens SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner bezeichnete das Ergebnis seiner Partei bei der Europawahl als „absolut enttäuschend“. „Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass wir im Vergleich zur letzten Europawahl deutlich zulegen werden“, sagte er. Es sei offensichtlich, dass die „SPD-Sympathisanten nicht für Europa mobilisierbar“ seien. Ein Trend für die Bundestagswahl im September sei dies jedoch nicht.

Der niedersächsische Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel sagte nach den ersten Prognosen: „Das freut mich sehr“. Niedersachsens FDP-Landeschef Philipp Rösler bewertet das Abschneiden der Liberalen als „gute Ausgangsbasis“ für die Bundestagswahl im Herbst. „Das ist ein super Ergebnis“.

Die Union erreichte nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF deutschlandweit 38,2 bis 38,3 Prozent Prozent (2004: 44,5 Prozent). Die SPD lag bei 21,2 bis 21,4 Prozent - sie hatte 2004 mit 21,5 Prozent ihr bisher schlechtestes Ergebnis bei einer Europawahl eingefahren. Die Grünen hielten ihr Ergebnis mit 11,6 bis 12 Prozent (2004: 11,9 Prozent) konstant. Die FDP erzielte mit 10,6 bis 10,8 Prozent (6,1 Prozent) ein Rekordergebnis, die Linke konnte sich mit 7,1 bis 7,5 Prozent (6,1 Prozent) etwas verbessern. Niedersachsen-Ergebnisse werden erst gegen 22 Uhr erwartet.

In Niedersachsen waren rund 6,3 Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen, im Bundesland Bremen mit den Städten Bremen und Bremerhaven waren es knapp eine halbe Million Menschen. Vor fünf Jahren hatte die Wahlbeteiligung mit nur 40,1 Prozent in Niedersachsen einen historischen Tiefstand erreicht, bundesweit lag sie bei 43 Prozent.

lni

Weitere Informationen (externe Links):

die deutschen Wahlergebnisse im Detail

die Sitzverteilung des Europaparlaments und die Wahlergebnisse nach Ländern

Mehr zum Thema

Dreieinhalb Monate vor der Bundestagswahl ist das bürgerliche Lager von Union und FDP klar als stärkste Kraft aus der Europawahl hervorgegangen.

08.06.2009

Bei der Europawahl zeichnet sich in Deutschland eine historisch niedrige Wahlbeteiligung ab. Bis 14 Uhr gingen 20,2 Prozent der 64,3 Millionen hierzulande Wahlberechtigten zu den Urnen, wie der Bundeswahlleiter am Sonntagnachmittag mitteilte.

07.06.2009

In der Gesamtregion Hannover hat die CDU bei den Europawahlen das Rennen gemacht; in der Stadt Hannover allerdings musste sie ihre bei der Wahl vor fünf Jahren eroberte Führungsposition wieder abgeben.

Bernd Haase 08.06.2009