Corona: Niedersachsen will in sozialen Brennpunkten impfen
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Corona: Niedersachsen will in sozialen Brennpunkten impfen

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18:05 05.05.2021
Hochhaussiedlung in Deutschland: „Wir werden die Prioritäten öffnen.“
Hochhaussiedlung in Deutschland: „Wir werden die Prioritäten öffnen.“ Quelle: imago images / Christoph Hardt
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Hannover

Niedersachsen will künftig auch Menschen in sozialen Brennpunkten vorrangig gegen das Coronavirus impfen. Die Priorisierung bei den Impfungen soll entsprechend angepasst werden. Sozialministerin Daniela Behrens (SPD) will die Pläne des Landes am Donnerstag vorstellen. Zuvor hatte unter anderem die Region Hannover angekündigt, dass sie mobile Teams in soziale Brennpunkte schicken will.

„Grundsätzlich finden wird das gut“, sagt der Sprecher des Sozialministeriums, Oliver Grimm, am Mittwoch der HAZ. Das könne auch schnell umgesetzt werden. „Wir werden die Prioritäten zeitnah entsprechend öffnen“, sagte Grimm. Zuständig seien aber die Kommunen.

Dritte Prioritätsgruppe für Impfungen zugelassen

Das Land will demnach jetzt die die dritte Prioritätsgruppe nach und nach zu den Impfungen zulassen. Dazu gehören alle über 60-Jährigen, Personen mit schweren Krankheiten und aus relevanten Berufsgruppen. Menschen aus sozialen Brennpunkten sind in der Impfverordnung des Bundes nicht ausdrücklich genannt und müssten in die dritte Priorisierung vorgezogen werden.

Intensivmediziner hatten Länder und Kommunen aufgefordert, verstärkt in sozialen Brennpunkten gegen das Coronavirus zu impfen, um die Krankenhäuser zu entlasten. „Auf den Intensivstationen liegen überdurchschnittlich viele Menschen aus ärmeren Bevölkerungsschichten, Menschen mit Migrationshintergrund und sozial Benachteiligte“, sagte der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis.

Von Marco Seng