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Niedersachsen Geschlossenes Heim für kriminelle Kinder kommt
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16:47 03.03.2010
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In Niedersachsen entsteht ein erstes geschlossenes Heim für kriminelle Kinder. Die Einrichtung in Lohne im Kreis Vechta werde von der Caritas betrieben und solle bis zu zehn Kinder aufnehmen können, sagte der Sprecher des Sozialministeriums am Mittwoch in Hannover. Er bestätigte damit einen Bericht des „Weser Kurier“. Die schwarz-gelbe Landesregierung habe in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, die geschlossene Heimunterbringung umzusetzen. Die Grünen kritisierten das Projekt.

Ministeriumssprecher Thomas Spieker sagte, es habe vier Bewerber für die Einrichtung in Niedersachsen gegeben. Das Heim sei für Kinder von zehn bis 14 Jahren gedacht, die mehrfach straffällig geworden seien, aber nach dem Strafrecht noch nicht verurteilt werden können. Die geschlossene Einrichtung, in die das Land eine halbe Million Euro investiert, soll im Mai öffnen. Nach Angaben des Sozialministeriums gibt es bundesweit mehr als 250 Plätze in solchen Heimen.

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Die Grünen-Fraktion kritisierte, Mauern und Zäune seien eine „pädagogische Bankrotterklärung“. Sie fordern stattdessen mehr Wohngruppen mit intensiver Betreuung für Kinder. Die stellvertretende Grünen-Fraktionschefin Miriam Staudte vermutet, es gehe der Landesregierung weniger um Erziehung als vielmehr um Bestrafung.

lni