Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Niedersachsen CDU zweifelt an Nitrat-Messwerten in Niedersachsen
Nachrichten Politik Niedersachsen CDU zweifelt an Nitrat-Messwerten in Niedersachsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:19 11.04.2019
Gülle aus der Landwirtschaft gilt als Hauptgrund für die Nitratbelastung des Bodens. Quelle: Philipp Schulze/dpa
Anzeige
Hannover

Neue Wendung im Gülle-Streit: Die CDU hat Zweifel an der Richtigkeit der Nitratmessungen in Niedersachsen. „Neben verbesserten Düngemaßnahmen müssen wir die Messstellen einer kritischen Prüfung unterziehen“, sagte CDU-Landeschef Bernd Althusmann am Montag in Hannover.

Einzelprüfungen in Nordrhein-Westfalen hätten gezeigt, dass Messverfahren fehleranfällig seien oder es neben der Düngung auch andere Ursachen für hohe Nitratwerte im Grundwasser gebe. „Ich empfehle dem niedersächsischen Umweltminister, es seiner Kollegin aus Nordrhein-Westfalen gleichzutun und auch hierzulande eine kritische Überprüfung der besonders belasteten Messstellen vorzunehmen“, sagte Althusmann.

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hatte zuvor Probleme mit Grundwasser-Messstellen eingeräumt. Nach einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ haben Fachleute bei einer ersten Kontrolle von 300 Messstellen in etwa 10 Prozent der Fälle Mängel entdeckt. Das Umweltministerium in Düsseldorf will demnach jetzt weitere 280 Messstellen mit zu hohen Nitratwerten überprüfen lassen.

Als Ursache für zu hohe Nitratwerte gilt vor allem die landwirtschaftliche Düngung. Der Bund will deshalb auf Druck der EU die erst 2017 geänderten Düngeregeln weiter verschärfen. Das Land Niedersachsen und viele Landwirte befürchten zu strenge Vorgaben, die zu einem Höfesterben führen könnten.

Um den Streit über die schärferen Düngeregeln zu klären, hatten sich am Montag Bund, Ländern und Verbänden in Berlin zusammengesetzt – doch offenbar ohne Ergebnis. An diesem Freitag sollen jetzt zunächst Staatssekretäre der Bundesministerien für Agrar und Umwelt mit der EU-Kommission reden. „Alle sind sich einig: Wir wollen ein sauberes Grundwasser haben“, sagte Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU). Es gehe aber um passgenaue und fachlich praktikable Dünge-Lösungen.

Berlin sollte die geplanten Anpassungen überdenken und hier dringend nachjustieren. Es geht um eine Zukunftsentscheidung für die gesamte Agrarbranche“, sagte Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU).

Von Marco Seng

Niedersachsen SPD eröffnet Wahlkampf - Weil will soziales Europa

Europa muss sich mehr um das Soziale kümmern, meint Niedersachsens SPD-Chef Stephan Weil. Die SPD hat jetzt den Europawahlkampf eröffnet

08.04.2019

Das Land Niedersachsen gibt 400 Millionen in den Sozialen Wohnungsbau. Einen besondere Förderung erfährt die strukturschwache Stadt Salzgitter: 50 Millionen Euro

11.04.2019

Sollten Wohnungskonzerne enteignet werden, um die Wohnungsnot in Deutschland zu bekämpfen? Niedersachsen ist in diesem Punkt skeptisch. Der Staat sollte mit einem solchen Mittel vorsichtig sein, sagte Umwelt- und Bauminister Olaf Lies (SPD) der HAZ.

07.04.2019