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Niedersachsen Innenministerium verstärkt Polizeipräsenz in Niedersachsen
Nachrichten Politik Niedersachsen Innenministerium verstärkt Polizeipräsenz in Niedersachsen
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17:36 17.11.2010
Bewaffnete Polizisten bewachen den Hauptbahnhof Hannover.
Bewaffnete Polizisten bewachen den Hauptbahnhof Hannover. Quelle: Rainer Surrey
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Wegen der erhöhten Gefahr von Terroranschlägen verstärkt die Polizei in Niedersachsen und Bremen ihre Sicherheitsvorkehrungen. „Derzeit gibt es (..) noch keine Erkenntnisse über konkrete Anschlagsziele in Niedersachsen“, sagte der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am Mittwoch laut Mitteilung. Dem Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) zufolge gibt es auch keine Hinweise auf geplante Terrorattacken in der Hansestadt.

In den kommenden Tagen werden auf den Straßen deutlich mehr Polizisten präsent sein als sonst. In beiden Bundesländern werden die Beamten beim Streifefahren bestimmte Orte und Personen stärker beobachten. Unter besonderem Augenmerk stehen dabei öffentliche Plätze, an denen viele Menschen zusammenkommen wie Bahnhöfe, Flughäfen oder größere Veranstaltungen. Konzerte oder Fußballspiele sollen nicht abgesagt werden.

„Damit soll den Bürgern ein Sicherheitsgefühl vermittelt und mögliche Täter abgeschreckt werden. Alle sollen merken, dass die Polizei da ist“, sagte Dirk Hallmann, Sprecher des Innenministeriums, am Mittwoch in Hannover. Zudem gebe es viele unsichtbare Sicherheitsmaßnahmen.

Gleichzeitig appellierte Hallmann an die Bürger, aufmerksam zu sein. „Wer beispielsweise herrenlose Gepäckstücke oder andere verdächtige Gegenstände sieht, sollte sie der Polizei melden.“

Im Landeskriminalamt wurde zudem eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die rund um die Uhr besetzt ist. Damit soll gewährleistet sein, dass neue Informationen und Erkenntnisse schnellstmöglich bearbeitet und weitergegeben werden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte am Mittwoch in Berlin mitgeteilt, die Bundesregierung habe konkrete Hinweise darauf, dass für Ende November in Deutschland ein Anschlag geplant sei. Er sprach von einer „neuen Lage“ hinsichtlich der Terrorgefahr in Deutschland: „Es gibt Grund zur Sorge, aber keinen Grund zur Hysterie.“

dpa