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Niedersachsen Kirchentags-Veranstalter ziehen positives Fazit
Nachrichten Politik Niedersachsen Kirchentags-Veranstalter ziehen positives Fazit
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16:18 23.05.2009
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Eine Musikkapelle spielt beim 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag auf dem Oberdeck eines Schiffes auf der Weser. Quelle: Ingo Wagner/lni
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Sie fügte hinzu: „Wer Sit-Ins wie zu 68er Zeiten erwartet hatte, muss enttäuscht gewesen sein.“ Das liege aber weniger am Kirchentag selber, als an der Zeit, „in der wir leben“. Schließlich sei „die Zeit der klaren Fronten und Antworten vorbei.“

Kirchentagspräsidentin Karin von Welck machte klar, dass der Kirchentag ein „Ort der Ermutigung“ gewesen sei, um „auch in Zeiten von Krisen, Bedrohungen und Schwierigkeiten nicht den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, sondern als Christen Verantwortung für unsere Zukunft zu übernehmen.“

Insgesamt hat die Veranstaltung nicht ganz die Zahl der erhofften 100 000 Dauerteilnehmer erreicht. Bis Samstag wurden 99 500 Dauerteilnehmerkarten verkauft, sagte der Geschäftsführer des Kirchentages, Hartwig Bodmann. Hinzu kamen die mehreren Tausend Tagesbesucher seit Mittwoch.

Gut besucht waren nach Veranstalterangaben vor allem die Glaubens-Veranstaltungen. Zu Bibelarbeiten seien teilweise über 8000 Besucher gekommen, sagte Welck. Auch Veranstaltungen zu Fragen des Protestantismus und zum Dialog der Religionen hätten eine „große Anziehungskraft“ gehabt.

In diesem Zusammenhang fordert Welck, den Dialog zwischen den Religionen intensiv fortzusetzen. Der Kirchentag habe gezeigt, dass die „Zukunft mit anderen Glaubensgemeinschaften weiter gemeinsam gestaltet werden müsse. Auch mit mehr Tempo als bisher“, sagte die parteilose Hamburger Kultursenatorin.

Für den Ökumenischen Kirchentag 2010 in München äußerten die Veranstalter am Samstag den Wunsch, ein „deutliches Signal“ für die Ökumene zu geben. Das müsse aber nicht zwangsläufig ein „gemeinsames Abendmahl“ sein, sagte der Bremer Pastor Renke Brahms. Der Kirchentag in Bremen unter dem Motto „Mensch, wo bist du?“ soll am Sonntag mit einem Abschlussgottesdienst zu Ende gehen.

ddp