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Niedersachsen Land will Lohndumping in der Fleischindustrie bekämpfen
Nachrichten Politik Niedersachsen Land will Lohndumping in der Fleischindustrie bekämpfen
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08:16 02.05.2013
Von Karl Doeleke
Foto: Die Landesregierung in Niedersachsen will gegen Lohndumping in der Fleischindustrie vorgehen.
Die Landesregierung in Niedersachsen will gegen Lohndumping in der Fleischindustrie vorgehen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

„Die Industrie hat verstanden, dass es so nicht mehr weitergeht“, sagte Lies am Dienstag nach einem Gespräch mit Vertretern der Schlachtbranche. Ein wichtiges Thema war dabei die hohe Zahl prekär beschäftigter Leiharbeiter vor allem aus Osteuropa, die zum Teil in „unerträglichen Zuständen“ in Niedersachsen arbeiten und leben müssten. Lies schätzt ihren Anteil unter den Beschäftigten auf bis zu 80 Prozent, in jedem Fall sei die Gruppe „gewaltig groß“.

Der SPD-Politiker forderte einen allgemein verbindlichen Mindestlohn von 8,50 Euro und sieht sich dabei auf einer Linie mit der Fleischindustrie. Die Unternehmen hätten ihre Zustimmung zur politischen Forderung nach einem bundesweit gesetzlichen Mindestlohn erteilt. Alternativ wurde ein branchenspezifischer Tarifvertrag diskutiert.

Die niedersächsische Fleischindustrie macht nach Meyers Angaben etwa vier bis fünf Milliarden Euro Umsatz im Jahr und beschäftigt 8000 bis 10.000 Menschen – die Wenigsten sind sozialversichert. Meyer hofft, dass durch bessere Arbeitsbedingungen auch der Tierschutz an den Schlachthöfen eine größere Beachtung findet.

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