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Niedersachsen Was kann Niedersachsen gegen das Artensterben tun?
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11:18 15.05.2019
xx Quelle: Boris Roessler/dpa
Hannover

Über die Frage, wie das Land Niedersachsen gegen das Artensterben vorgehen soll, herrscht Uneinigkeit in den niedersächsischen Parteien. Den Schutz der Wildbiene haben die Grünen in der aktuellen Stunde der Landtagssitzung am Mittwoch thematisiert. „Während Klimawandel und Artensterben das Leben auf diesem Planeten für viele Tierarten immer schwerer machen, halten die Grokos in Berlin und Hannover ein ausgedehntes Nickerchen“, kritisierte Grünen-Fraktionschefin Anja Piel. Wenn die Politik diese beiden Probleme nicht in den Griff kriege, müsse man sich irgendwann auch nicht mehr um Wirtschaftsförderung und Schulpolitik sorgen, sagte Piel.

Grüne fordern: Öko-Landbau fördern

Die Grünen fordern weiterhin eine Agrarwende – Landwirte sollen nicht mehr pauschal nach Hektar gefördert werden, sondern Zuschüsse etwa für artgerechte Tierhaltung, Auslaufflächen oder Umweltleistungen erhalten. „Wann und wie fördern Sie endlich angemessen den Öko-Landbau?“, fragte Piel an die Landesregierung gerichtet.

Aus den anderen Fraktionen gab es harsche Kritik an den Forderungen der Grünen. In einer lauten Debatte nannten die Redner Zahlen und Studien, die sich teils stark unterscheiden. „Sie machen es sich zu einfach, nur mit dem Finger auf die Landwirtschaft zu zeigen“, sagte Dirk Adomat (SPD) zu den Grünen. Auch Umweltminister Olaf Lies (SPD) entgegnete: „Die Landwirte sind unser Partner für Umwelt- und Naturschutz. Wir müssen aber auch dafür sorgen, dass sie für diese Dienstleistung an der Gesellschaft bezahlt werden.“ Das Artensterben habe vielfältige Ursachen, sagte Lies, etwa den Einsatz von Herbiziden, das Entfernen von Totholz in Waldgebieten und die zunehmende Versiegelung und Asphaltierung.

Kritik an Schottergärten

Ein weiterer Kritikpunkt der Grünen waren Schottergärten, die zumeist gegen die niedersächsische Bauordnung verstoßen. Die Landesregierung solle für die Einhaltung der Bauordnung sorgen, fordert Piel. Nach dem Willen von SPD und CDU sollen die Kommunen genauer darauf achten, dass die Vorschriften umgesetzt werden. Verpflichten wollen die Koalitionspartner die Städte und Gemeinden zunächst aber nicht. Er wolle keine privaten Vorgärten kontrollieren, sagte Lies. „Ich würde mir wünschen, wir würden in einer Gesellschaft leben, in der auch dem Letzten klar ist, er muss selber was tun“, sagte der Umweltminister.

Von Johanna Stein

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