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Niedersachsen Migranten sollen leichter Deutsche werden können
Nachrichten Politik Niedersachsen Migranten sollen leichter Deutsche werden können
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17:03 21.01.2015
Die Einbürgerung von Ausländern in Niedersachsen soll nach dem Wunsch des Landtags erleichtert und beschleunigt werden. Quelle: dpa
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Hannover

Eine Kampagne der niedersächsischen Landesregierung soll mehr Zuwanderer dazu motivieren, deutsche Staatsbürger zu werden. Nur die CDU stimmte im Landtag gegen den Vorschlag von Ministerpräsident Stephan Weil.

CDU stimmt dagegen

In der ersten Sitzungswoche des neuen Jahres stimmte nur die CDU dagegen. Sie warnte unter anderem vor einer höheren finanziellen Belastung der Kommunen und einem unnötigen Absenken der Hürden des Verwaltungsakts. Die FDP sprach dagegen von einem richtigen Ansatz. Die rot-grüne Landesregierung plant nach Angaben von Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) eine Informationskampagne zur Einbürgerung. "Wir werden auch prüfen, welche Verfahrensregelungen vereinfacht werden können und dort wo wir als Land zuständig sind, Optimierungspotenziale nutzen", sagte Rundt.

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Land tritt weiterhin für Mehrstaatigkeit ein

Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden auf Bundesebene beschlossen. Hier trete die Landesregierung weiterhin für die grundsätzliche Zulassung von Mehrstaatigkeit ein, betonte die Ministerin. Zurzeit müssen sich in der Bundesrepublik aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern zwischen dem 18. und 23. Lebensjahr entscheiden, ob sie Deutsche bleiben und damit den Pass ihrer Eltern abgeben wollen.

In Niedersachsen lebten Ende 2013 insgesamt 525 689 Ausländer. Das waren gut 33.600 mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Einbürgerungen ging aber zurück. 2013 erhielten 8.216 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft, gut 300 weniger als 2012. Die meisten - nämlich 1864 - stammten aus der Türkei. Nach ihnen folgten die Polen (655), Vietnamesen (387) und Ukrainer (382).

Einbürgerungsfeier in Hannover mit 61 Neubürgern

Zahlen für 2014 konnte das Landesamt für Statistik noch nicht nennen. Die Einbürgerungsurkunden werden in der Regel in einem feierlichen Rahmen von den Kommunen überreicht. In Hannover erhielten am Mittwoch 61 Neubürger aus 28 Nationen ihre Urkunden im Rathaus. Viele von ihnen sind in Deutschland geboren, besaßen aber bisher nur die Staatsangehörigkeit ihrer ausländischen Eltern. Auch Flüchtlinge zählten zu den Neubürgern. "Ich bin der Liebe wegen Deutsche geworden", sagte eine Frau aus Armenien, die von ihrem deutschen Ehemann zur Einbürgerungsfeier begleitet wurde.

dpa/lni

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