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Niedersachsen Impfpflicht kommt auch für Mumps und Röteln
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18:24 15.05.2019
Eine Arzthelferin impft in einer Arztpraxis in Hannover eine Patentin mit einer Spritze. Quelle: Ole Spata/dpa
Hannover

 Die von der Bundesregierung geplante Impfpflicht für Masern ab 1. März 2020 gilt vermutlich automatisch auch für Mumps und Röteln. Das kündigte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Mittwoch im Landtag an. Es gebe derzeit keinen speziellen Masern-Impfstoff, sondern nur die Kombi-Impfstoffe gegen mehrere Krankheiten. „Das ist auch gut, weil wir gegen diese Krankheiten auch impfen wollen“, sagte Reimann. Es sei Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO, die Röteln auszurotten. Je weniger Impfungen nötig seien, desto besser.

Kita-Besuch für nicht geimpfte Kinder wird verboten

Reimann, die ihren Widerstand gegen eine Impfpflicht offenbar aufgegeben hat, will das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante Kitaverbot für nicht geimpfte Kinder in Niedersachsen umsetzen. „Wenn eine solche Regelung kommt, stehen wir dem positiv gegenüber.“ Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) betonte allerdings, dass das nicht für Kindergärten in freier Trägerschaft gelte. Das müssten die Träger mit den Eltern selbst regeln. „Darauf können wir keinen Einfluss nehmen.“

Die FDP begrüßte den „Sinneswandel“ von Reimann. „Die Impflicht ist wichtig und richtig, um die nötige Impfrate für den sogenannten Herdenschutz zu gewährleisten“, sagte der FDP-Abgeordnete Björn Försterling. „Es wäre gut, wenn sie ihrer Einsicht jetzt auch Taten folgen lässt und mit einer Impfkampagne bei den Landesbeamten startet.“

Im Landkreis Hildesheim starb eine Frau an Masern

Wegen der steigenden Zahl von Masernfällen hat die Bundesregierung einen Impfpflicht für Kinder und Jugendliche beschlossen. Im Landkreis Hildesheim war in der vergangenen Woche eine Frau an der hoch ansteckenden Krankheit gestorben. Im Gegensatz zur CDU in Niedersachsen hatte sich Reimann aber zunächst gegen eine Impfpflicht und für mehr Aufklärung ausgesprochen. Ministerpräsident Stephan Weil hatte vor einigen Tagen angedeutet, dass die SPD umschwenken könnte.

Von Marco Seng

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