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Niedersachsen McAllister fordert Umdenken der Energieversorger
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19:45 15.03.2011
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister Quelle: dpa (Archiv)
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Infolge der atomaren Katastrophe in Japan fordert Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister auch ein Umdenken der Energieversorger. „Die Energieversorgungsunternehmen können auch nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen“, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Hannover. „Was in Japan passiert ist, ist so apokalyptisch, das muss auch zu einem neuen Nachdenkensprozess bei den Energieversorgungsunternehmen führen.“ McAllister hatte am Dienstagmorgen in Berlin gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der anderen Länder mit Kernreaktoren die dreimonatige Abschaltung der sieben ältesten Atomkraftwerke in Deutschland beschlossen.

Jetzt müsse eine neue gesellschaftliche Debatte einsetzen. Nicht nur die Politik, sondern auch die Wirtschaft, die Energieversorger und die großen gesellschaftlichen Gruppen wie Kirchen, Gewerkschaften und den Naturschutzverbände müssten in den drei Monaten des Moratoriums einen Neuanfang wagen, sagte McAllister. Deutsche Energiepolitik müsse sich von Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit leiten lassen.

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„Wir brauchen die Energieversorger als Partner“, betonte der Niedersachse. „Aber eines müssen die Energieversorgungsunternehmen wissen: Gerade in der jetzigen Ausnahmesituation wird Politik handeln müssen.“ Er gehe davon aus, dass das Bundeskanzleramt die Energieversorger darüber in Kenntnis setzen werde. Einen direkten Ausstieg aus der Kernenergie hält McAllister jedoch nicht für realistisch. „Das komplette Abschalten aller Kernkraftwerke ist schlicht und ergreifend nicht möglich. Dann würde die Energieversorgung in Deutschland zusammenbrechen“.

dpa