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Niedersachsen Niedersachsen plant einheitliches Abitur
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23:09 02.02.2011
Von Marina Kormbaki
Abiturprüfung – künftig mit bundesweitem „Aufgabenpool“?
Abiturprüfung – künftig mit bundesweitem „Aufgabenpool“? Quelle: Michael Thomas
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Damit werde ein entscheidender Beitrag zur Vergleichbarkeit von Schulabschlüssen erreicht, sagte am Mittwoch Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) im Gespräch mit dieser Zeitung.

Der Vorstoß zu vergleichbaren Abiturprüfungen stammt von Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU). Er hatte bereits im Dezember, als er noch Vorsitzender der Kultusministerkonferenz war, die Schaffung gemeinsamer Grundlagen für die Abiturprüfungen in Aussicht gestellt. Die Länder Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern arbeiten seitdem in einer Arbeitsgruppe an der Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen. Nach einer Klausurtagung der Kultusminister und -senatoren aus CDU- und FDP-regierten Bundesländern am Dienstagabend in Hamburg haben jetzt auch Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein ihre Teilnahme an der Initiative bekannt gegeben.

Althusmann, der am kommenden Montag in Berlin offiziell das Amt des Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz übernimmt, machte am Mittwoch jedoch deutlich, dass er es mit der Einführung des Zentralabiturs nicht sehr eilig hat: „Wir wollen erst einmal die große Organisations- und Logistikleistung des doppelten Abiturjahrgangs hinter uns bringen. Erst dann steigt Niedersachsen in die Vorbereitungen der Länderarbeitsgruppe für das länderübergreifende Abitur ein.“ Das werde wohl im Sommer, frühestens aber im April sein.

Der normierte Aufgabenkatalog mit ähnlich schwierigen Fragestellungen soll zunächst nur für die Fächer Mathe und Deutsch erarbeitet werden. Neben den inhaltlichen Fragen müssten auch organisatorische Fragen geklärt werden, sagte Althusmann. So müssten beispielsweise die Ferientermine der Länder aufeinander abgestimmt werden. Einen Angriff auf die Bildungshoheit der Länder sieht Althusmann im länderübergreifenden Abitur nicht, da es lediglich um die Schaffung gemeinsamer Rahmenbedingungen gehe.

Die Opposition im niedersächsischen Landtag reagierte verhalten auf den Vorstoß aus dem Kultusministerium. „Prinzipiell ist eine bessere Vergleichbarkeit der Bildungsstandards zu begrüßen“, sagte am Mittwoch Ina Korter, bildungspolitische Sprecherin der Grünen. „Allerdings sollte Niedersachsen erst einmal die Probleme mit dem Turbo-Abitur in den Griff kriegen, bevor man wieder ,Hier!‘ schreit, wenn es um etwas Neues geht.“