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Niedersachsen Niedersachsens Polizei beim G-20 im Großeinsatz
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21:43 05.07.2017
Quelle: Elsner
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Hannover/Berlin

Unterdessen setzen die Hamburger Sicherheitsbehörden auf Härte, um mögliche Ausschreitungen bei einer ebenfalls für heute angekündigten Großdemonstration mit dem Motto „Welcome to Hell“ („Willkommen in der Hölle“) am Hamburger Fischmarkt zu vermeiden: Wenn es zu „Störungen“ komme, werde es eine polizeiliche Reaktion darauf geben, sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD). Den Angaben zufolge werden rund 10 000 Demonstranten erwartet, bis zu 8000 davon seien gewaltbereit. Einen ersten Vorgeschmack auf mögliche Auseinandersetzungen gab es am späten Dienstagabend, als die Polizei in den Stadtteilen St.  Pauli und Altona mit Wasserwerfern gegen Demonstranten vorging.

Eigentlich ist Oberkommissar Sascha Pramann Schutzpolizist im Hamburger Stadtteil Bergedorf. Doch wenn sich in der Hansestadt Staats- und Regierungschefs zum G-20-treffen, krempelt das auch den Alltag des Polizisten um. Wir haben ihn begleitet.

Auch Polizisten aus Niedersachsen sollen während des G-20-Gipfels für Sicherheit sorgen. Das Bundesland helfe mit „Polizisten in nicht geringer Anzahl“, Fahrzeugen, Logistik und auch „nicht polizeilich tätigem Personal“ aus, erklärte das Innenministerium in Hannover. Es soll um weit mehr als 1000 Beamte gehen. Aus dem Justizministerium werden 17 Bedienstete aus dem Justizvollzugsdienst sowie ein schwerer Gefangenentransporter abgestellt. Zudem hält das Land vorsorglich im Gefängnis Lingen zehn Haftplätze vor.

Innenminister Boris Pistorius (SPD) will nach dem Gipfel prüfen, inwiefern die hiesige Bereitschaftspolizei den Anfragen anderer Bundesländer nach Unterstützung künftig noch nachkommt. Die Kosten für den G-20-Einsatz sollen Hamburg in Rechnung gestellt werden. Auch Feuerwehren halten sich zur Unterstützung bereit – insbesondere in den an Hamburg angrenzenden Landkreisen Harburg und Stade. Die Feuerwehr Hannover schickte 15 Einsatzkräfte der ABC-Gefahrenabwehr mit fünf Spezialfahrzeugen nach Hamburg. Einsatzleiter der Bundespolizei während des Gipfels ist der Hannoveraner Thomas Przybyla.

Während des Gipfels drohen auch in Niedersachsen Verkehrsbehinderungen. Im Großraum Hamburg sei mit Straßensperren und intensiven Kontrollen zu rechnen, warnte der ADAC. Auch die Deutsche Bahn kündigte Beeinträchtigungen an: Fernzüge mit Ziel Hamburg enden am Freitag bis Sonnabendnachmittag im Hauptbahnhof, Direktzüge nach Kiel, Westerland, Lübeck und Rostock fahren den Hauptbahnhof und die Station Dammtor nicht an, sondern halten in Harburg oder Bergedorf.

Von Ulrich Steinkohl und Michael Evers

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