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Niedersachsen Protestwelle gegen Schulpolitik geplant
Nachrichten Politik Niedersachsen Protestwelle gegen Schulpolitik geplant
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15:22 09.03.2009
Lehrer, Eltern und Schüler laufen Sturm gegen die Bildungspolitik. Quelle: Kris Finn
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Es seien in diesem Frühjahr dezentrale Aktionen im ganzen Land und eine Großdemonstration in Hannover geplant. Die Schulpolitik von Ministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) sei desolat und ohne wirkliche Konzepte, kritisierte Korter. Das jüngste Maßnahmenpaket zur Sicherung der Unterrichtsversorgung habe das Fass dann völlig zum Überlaufen gebracht.

Der Widerstand der Verbände richtet sich vor allem gegen die Einführung des Turboabiturs auch an Gesamtschulen. Dies sei eine Missachtung des Elternwillens, hieß es. Auch die Umwandlung der Vollen Halbtagsschulen in Verlässliche Grundschulen ist umstritten, zumal der frühere Kultusminister Bernd Busemann (CDU) diesen Reformschulen Bestandsschutz zugesichert hatte. Kritik gibt es auch an dem Plan, nach dem sogenannten Neustädter Modell Hauptschüler in der 9. und 10. Klasse an zwei Tagen in der Woche in Berufsschulen zu unterrichten. „Damit macht man die Hauptschulen zu Berufsschulen“, sagte Korter. Dies laufe dem ebenfalls im vorgesehenen Ausbau des gemeinsamen Unterrichts von Haupt- und Realschülern zuwider.

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Auch in den Fraktionen von CDU und FDP gibt es Ärger um die Schulpolitik. Nachdem man sich in einer gemeinsamen Sitzung vergangene Woche nicht auf einen Beschluss einigen konnte, ist für morgen eine „offene“ Sitzung des Arbeitskreises Kultus geplant.

08.03.2009
Mathias Klein 07.03.2009