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Niedersachsen Sicherheitscheck für AKW Grohnde gefordert
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11:45 09.03.2015
30 Jahre alt: Das AKW Grohnde.
30 Jahre alt: Das AKW Grohnde. Quelle: dpa
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Grohnde

Das 30 Jahre alte Kraftwerk Grohnde im Kreis Hameln-Pyrmont müsse so lange abgeschaltet werden, bis die Überprüfungen abgeschlossen und deren Ergebnisse öffentlich bekanntgemacht seien, heißt es in einem am Montag verbreiteten Brief der „Regionalkonferenz Grohnde abschalten“ an Landesumweltminister Stefan Wenzel (Grüne). Die belgische Atomaufsicht hatte kürzlich tausende Risse in den Reaktorbehältern der AKW Doel 3 in Flandern und Tihange 2 in Wallonien bestätigt. Bedenken gibt es der Behörde zufolge auch wegen der Brüchigkeit des Behältermaterials. Die Schäden sollen bereits während des Baus entstanden sein. Beide Meiler sind derzeit außer Betrieb.

Die Problematik könne genauso gut den Reaktordruckbehälter in Grohnde betreffen, sagte der Sprecher der Regionalkonferenz, Karsten Schmeißner. Der für den Bau dieses Atomkraftwerks verwendete Stahl sei bereits während der Bauphase veraltet und wegen seiner bekannten Rissempfindlichkeit sehr umstritten gewesen. Erst im vergangenen Jahr hätten sich zahlreiche Defekte gezeigt, „die wohl schon länger in der Anlage schlummerten.“

Bei einer Routine-Inspektion in Grohnde hatten Techniker im Frühjahr festgestellt, dass Federn an zahlreichen Drosselkörpern gebrochen waren. Diese Bauteile regeln den Kühlwasserfluss um die Brennstäbe. Außerdem hatte ein Generator einen Totalschaden und musste ausgewechselt werden. Nach dem Willen der Bundesregierung soll das AKW Grohnde noch bis Ende 2021 am Netz bleiben.

epd

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