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Niedersachsen Studenten droht Sechs-Tage-Woche wegen Doppel-Abi
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18:44 21.02.2011
Auf den doppelten Abi-Jahrgang habe man sich langfristig vorbereiten können, die Ende des Jahres beschlossene Aussetzung der Wehrpflicht stelle Land und Hochschulen nun indes auf die Probe, sagte Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU).
Auf den doppelten Abi-Jahrgang habe man sich langfristig vorbereiten können, die Ende des Jahres beschlossene Aussetzung der Wehrpflicht stelle Land und Hochschulen nun indes auf die Probe, sagte Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU). Quelle: dpa
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Die Hochschulen in Niedersachsen stehen vor einem Kraftakt: Wegen des doppelten Abitur-Jahrgangs und des Aussetzens der Wehrpflicht wollen sie mindestens 7500 neue Studienplätze schaffen. „Wir werden alles tun, um ausreichend Studienplätze für junge Leute zur Verfügung zu stellen“, kündigte der Vorsitzende der Landeshochschulkonferenz, Prof. Jürgen Hesselbach, am Montag in Hannover an. Dabei wird den Studienanfängern vom Herbst an bisher Ungewohntes abverlangt: Sie müssen sich auf eine Sechs-Tage-Woche, Vorlesungen bis abends um 22 Uhr sowie Kompaktseminare in den Sommerferien gefasst machen. „Der ganze Vorlesungsbetrieb wird anormal laufen.“

Auf den doppelten Abi-Jahrgang habe man sich langfristig vorbereiten können, die Ende des Jahres beschlossene Aussetzung der Wehrpflicht stelle Land und Hochschulen nun indes auf die Probe, sagte Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU). Mit 1850 zusätzlichen Studienanfängern kalkuliere Niedersachsen, weil die jungen Männer vorerst nicht mehr zum Bund oder Zivildienst müssten.

Zusammen mit dem ohnehin erhöhten Andrang aus den Abi-Klassen führe dies dazu, dass Niedersachsen sich für 35.000 Studienanfänger statt sonst 25.000 rüsten muss. „Das müssen wir schaffen“, erklärte die Ministerin.

Land und Bund sichern den Hochschulen Zuschüsse in Millionenhöhe zu, damit diese Platz für zusätzliche Studienanfänger schaffen - Geld gibt es dabei bis 2015 für neue Studiengänge sowie für extra Plätze in zulassungsbeschränkten Fächern. 45 Prozent der von den Hochschulen in Aussicht gestellten Plätze sind in den Naturwissenschaften, die übrigen in den Geisteswissenschaften und anderen Fächern. Neu eingerichtet wird etwa an der Fachhochschule Osnabrück ein Volkswirtschafts-Studiengang, Mediendesign an der FH Hannover oder Ökotrophologie an der Universität Osnabrück.

dpa