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Niedersachsen Studie offenbart große Lücke bei Kita-Plätzen
Nachrichten Politik Niedersachsen Studie offenbart große Lücke bei Kita-Plätzen
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14:36 21.10.2012
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Hamburg/Bremen

Der Ausbau von Kita-Plätzen bleibt nach einer neuen Studie vor allem in den westdeutschen Bundesländern deutlich hinter den Betreuungswünschen der Eltern zurück. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Jugendinstitut (München) in einer Untersuchung für Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU), wie das Magazin „Der Spiegel“ schreibt. Besonders in Bremen sieht die Situation schlecht aus. Aber auch in Niedersachsen gibt es noch Nachholbedarf.

Grundlage der Zahlen ist eine Befragung von Eltern mit Kindern im Alter von unter 36 Monaten. Diese Ergebnisse wurden den tatsächlichen Betreuungsquoten in Kindertagesstätten (Kitas) gegenübergestellt. Die Untersuchung hat einige Brisanz vor dem Hintergrund des Streits zwischen Ministerin Schröder und den Ländern über die Verwendung von zusätzlichen 580 Millionen Euro, die der Bund für den Ausbau der Einrichtungen bereitstellen will. Die Länder müssen ab 2013 Rechtsansprüche auf einen Kita-Platz für Kleinkinder erfüllen.

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Laut Jugendinstituts-Studie finden in Bremen 21,8 Prozent der Familien keinen Kita-Platz, weil das Angebot fehlt. Nur wenig besser ist die Lage in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Hier gehen 17,8 beziehungsweise 16,7 Prozent der Interessierten leer aus. Diese Länder dürften es schwer haben, den Rechtsanspruch zu erfüllen. Auch in Baden-Württemberg (16,2), Rheinland-Pfalz (15,5), Berlin und Niedersachsen (je 15,3) fehlen viele Plätze.

In Ostdeutschland ist die Lücke in Mecklenburg-Vorpommern am größten, hier finden 9,3 Prozent der Familien keinen Kita-Platz. Die bundesweit wenigsten Probleme gibt es in Sachsen-Anhalt mit 4,9 Prozent. Danach folgen die weiteren ostdeutschen Bundesländer Brandenburg, Thüringen (je 6,3) und Sachsen (8,2).

Am besten steht unter den westdeutschen Ländern Bayern da, wo die Differenz zwischen Betreuungswunsch und Betreuungsquote 10,8 Prozent beträgt. Auch in Hamburg (12,2), Schleswig-Holstein (12,6) und dem Saarland (14,4) ist die Situation besser als in den anderen westdeutschen Ländern. 

dpa