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Niedersachsen Warnstreiks in Niedersachsen ab Dienstag
Nachrichten Politik Niedersachsen Warnstreiks in Niedersachsen ab Dienstag
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15:54 15.02.2013
Quelle: dpa
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Hannover

Die Niedersachsen müssen sich von Dienstag an auf Warnstreiks im öffentlichen Dienst einrichten. Ganztägige Arbeitsniederlegungen soll es an diesem Tag unter anderem in Schulen und bei Behörden geben, kündigten Sprecher der Gewerkschaften am Freitag in Hannover an.

Aufgerufen zu den Aktionen sind nach Angaben der Gewerkschaft Verdi mehrere tausend Beschäftigte in Niedersachsen. „Wie hoch die Beteiligung sein wird, können wir natürlich noch nicht sagen. Die Kollegen sind aber wirklich sauer, dass die Arbeitgeber bisher kein Angebot vorgelegt haben“, sagte Verdi-Sprecher Ulf Birch. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Arbeiter und Angestellten der Länder war am Donnerstag ohne Ergebnis in Potsdam abgebrochen worden. Von den Verhandlungen in Niedersachsen sind rund 70 000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst des Landes betroffen.

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„Wir werden am Dienstag ausgewählte Schulen bestreiken. Auch Unterrichtsausfall wird sich dabei nicht vermeiden lassen“, sagte Rüdiger Heitefaut von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) der Nachrichtenagentur dpa in Hannover. An den Schulen sollen sich an den Aktionen angestellte Lehrer, Schulsozialarbeiter und pädagogische Mitarbeiter beteiligen, die etwa in Förderschulen die Kinder betreuen. „Die Warnstreiks finden im Großraum Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Peine, Lüneburg, Göttingen, Oldenburg, Osnabrück, Osterholz und Osterode statt“, sagte der GEW-Vertreter.

Die Gewerkschaft Verdi ruft ihre Mitglieder nicht nur für Dienstag, sondern auch für Mittwoch und Donnerstag zu Warnstreiks auf. „Es kann Behörden genauso treffen wie Straßenmeistereien, Unikliniken, Hochschulen oder die Landesozialämter“, sagte Gewerkschaftssprecher Birch.

Am Dienstag soll es Arbeitsniederlegungen im Raum Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg und in der Region Osnabrück geben. Am Mittwoch seien Aktionen in der Region Bremen, im Umland und im Norden des Bundeslandes geplant. Am Donnerstag will Verdi dann Warnstreiks in der Region Hannover sowie in Hameln und Oldenburg starten.

Die Gewerkschaften beklagen, die Landesbeschäftigten seien bei der Bezahlung gegenüber ihren Kollegen bei Bund und Kommunen deutlich im Rückstand. Sie fordern für die Beschäftigten unter anderem 6,5 Prozent mehr Geld. Außerdem wollen sie erreichen, dass für die rund 200 000 angestellten Lehrer per Tarifvertrag bundesweit einheitlich geregelt wird, in welche Gehaltsklasse sie eingruppiert werden. Bislang bestehen hier von Land zu Land große Unterschiede.

Die Arbeitgeberseite - die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) - hält die Forderungen für überzogen. Eine Annäherung gibt es bislang nicht.

dpa

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