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Niedersachsen Y-Trasse soll bis 2019 stehen
Nachrichten Politik Niedersachsen Y-Trasse soll bis 2019 stehen
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08:11 25.11.2009
Von Stefan Koch
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Die anhaltende Kritik aus den norddeutschen Bundesländern kann der CDU-Politiker aus Cuxhaven nachvollziehen. Es sei „unglücklich“, dass das Bundesfinanzministerium die Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro nicht sofort freigeben will, da es sich vorbehalten habe, den Verkehrswegeplan zu überprüfen. Ferlemann ist sich allerdings sicher, dass die Bedenken bei dem Projekt Y-Trasse spätestens im Frühjahr ausgeräumt seien.

An anderer Stelle des Verkehrsministeriums war gestern zu hören, dass der Einspruch des neuen Finanzministers Wolfgang Schäuble für einen „Riesenärger“ gesorgt habe. Grundsätzlich gebe es zwar Verständnis dafür, dass mit Beginn einer neuen Legislaturperiode und dem Wechsel an der Spitze der Ministerien sämtliche Vorhaben noch einmal neu bewertet werden. „Aber an der Y-Trasse bestehen in unserem Haus nicht die geringsten Zweifel“, hob ein Mitarbeiter des Verkehrsministeriums hervor. Es sei Konsens, dass die sogenannte Seehafen-Hinterlandanbindung dringend verbessert werden müsse. Da 90 Prozent des weltweiten Warenaustausches über See abgewickelt würden, müsse Deutschland auch gewährleisten, dass die Container aus den Häfen umgehend weitertransportiert werden. Fast zwei Drittel dieser Container würden bisher über das Straßennetz weitergeleitet. Eine Entwicklung, die nach Ansicht der Verkehrsexperten unhaltbar sei: „Wir müssen den Schienenverkehr stärken, allein schon aus ökologischen Gründen“, sagte Ferlemann.

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Wie es heißt, sollen die Bundesmittel für die Grobplanung spätestens im März fließen. Das eigentliche Planfeststellungsverfahren könne dann in zwei Jahren beginnen. Für den Baubeginn wird das Jahr 2015 ins Auge gefasst. Die ersten Züge sollen 2019 rollen, wobei die ICEs eine Höchstgeschwindigkeit von 300 Stundenkilometer erreichen können.
Vor knapp zehn Jahren, als die ersten Kalkulationen angestellt wurden, ging man von Baukosten in Höhe von 1,3 Milliarden Euro aus. In Berlin hieß es gestern, dass mittlerweile mit dem Zwei- bis Dreifachen zu rechnen sei. Die Kosten würden die Notwendigkeit der Trasse nicht infrage stellen: „Spätestens wenn die Konjunktur wieder anzieht“, so Ferlemann, „müssen die Container wieder durch ein Nadelöhr gezwängt werden.“

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sieht diese Planungen äußerst kritisch. Der Verband hält den Planern vor, dass mit der Y-Trasse alternative und zeitnahe Ausbauvarianten blockiert werden. Im Übrigen sei eine Fertigstellung vor 2021 oder 2022 „unrealistisch“.

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