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Landtagswahlen Heineking holt erneut den Wahlkreis 39
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00:16 23.01.2013
Neugierde im Nienburger Kreishaus: Grant Hendrik Tonne (rechts) steigt gemeinsam mit Landrat Detlev Kohlmeier tief in die Wahlergebnisse ein. Fotos: ade
Neugierde im Nienburger Kreishaus: Grant Hendrik Tonne (rechts) steigt gemeinsam mit Landrat Detlev Kohlmeier tief in die Wahlergebnisse ein. Quelle: ade
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Dennoch verlor Heineking 44 Erststimmen im Vergleich zu der Landtagswahl 2008, während Tonne knapp 2600 Stimmen zulegte. Freuen kann sich auch Monika Tautz von den Grünen: Sie legte im Vergleich zu 2008 um 2,43 Prozentpunkte zu. Die FDP und die Linke büßten im Wahlkreis 39 zahlreiche Stimmen ein. Die Liberalen kamen nur auf 2,69 Prozent bei den Erststimmen (-2,95 Prozentpunkte), die Linke auf 2,10 Prozent (-3,10 Prozentpunkte).

 17400 Bürger gaben ihre Zweitstimme der CDU (-5,87 Prozentpunkte), 14525 (+2,48 Prozentpunkte) setzten ihr zweites Kreuz bei den Sozialdemokraten. Wie auch auf Landesebene legte die FDP bei ihren Zweitstimmen zu. Dort erreichten die Liberalen 1,64 Prozentpunkte mehr als noch 2008. Bei den Zweitstimmen gewannen die Grünen deutlich: Dort konnten sie sich um 4,48 Prozentpunkte steigern.

 Die Wahlbeteiligung lag in Nienburg/Schaumburg bei 59,96 Prozent und demnach im Landesdurchschnitt (rund 60 Prozent). 43195 Bürger gingen wählen, 1778 mehr als bei der letzten Landtagswahl.

 In den Samtgemeinden Lindhorst, Niedernwöhren und Sachsenhagen lag die SPD sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen vor der CDU. In Lindhorst und Niedernwöhren sogar mit einem deutlichen Vorsprung.

„Glückwunsch an Heineking“

Der Wahlkreis ist verloren – Glückwunsch an Karsten Heineking“, ist die erste Reaktion von Grant Hendrik Tonne (SPD) gewesen, nachdem rund die Hälfte der Ergebnisse aus dem Wahlkreis 39 im Nienburger Kreishaus vorlag. „Unterm Strich“ sei er aber zufrieden, denn östlich der Weser habe er Stimmen hinzugewonnen, die sein Gegenkandidat in gleichem Maße verloren habe. Interessant befand Tonne, dass die Hausbesuche, die er gemacht habe, insgesamt gefruchtet hätten. In Lindhorst beispielsweise habe er in einem Bereich 20 Prozent mehr Stimmen bekommen als bei der vorhergehenden Wahl. Genau da sei er in jüngster Zeit verstärkt noch einmal tätig gewesen.  ade
Gutes Ergebnis, finde ich.“ Karsten Heineking (CDU) wollte sich erst einmal einen Überblick über die vorliegenden Ergebnisse im Nienburger Kreishaus verschaffen, bevor er sich zu einem Statement bereit erklärte. Überbordend war seine Stimmung danach nicht, aber mit Abschlägen gegenüber der vorhergehenden Wahl habe er schon gerechnet. Damals erzielte er mehr als 50 Prozent der Stimmen. Das sei klar gewesen, dass er dahin dieses Mal nicht kommen werde. Überrascht habe ihn jedoch das Ergebnis der FDP. Wer ihn im Wahlkampf gefragt habe, ob er empfehle, der FDP Zweitstimmen zu geben, habe einen abschlägigen Bescheid von ihm bekommen. „Aber die Wähler machen ja, was sie wollen“, fügte er schmunzelnd hinzu.  ade

Ergebnisse der Landtagswahl für die Wahlkreise 37, 38 und 39 sowie der Samtgemeindebürgermeisterwahl in Niedernwöhren am 20. Januar 2013 (738 kB)