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Deutschland / Weltweit Abfindungen: Scheidende Vorstände der Deutschen Bank bekommen 26 Millionen Euro
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Abfindungen: Scheidende Vorstände der Deutschen Bank bekommen 26 Millionen Euro
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23:00 09.07.2019
Die scheidenden Vorstände der Deutschen Bank bekommen einem Medienbericht zufolge 26 Millionen Euro. Quelle: AP
Frankfurt

Die im Zuge der Umstrukturierung ausscheidenden Vorstände der Deutschen Bank können auf millionenschwere Abfindungen hoffen. Investmentbanking-Chef Garth Ritchie, Regulierungsvorständin Sylvie Matherat und Privatkundenchef Frank Strauß bekommen ihren Abschied mit insgesamt etwa 26 Millionen Euro versüßt, berichtet das Handelsblatt.

Eine Sonderregelung gibt es für das Trio allerdings nicht, stattdessen handelt es sich nach Angaben des Handelsblatts um eine für Vorstände der Deutschen Bank übliche Regelung: „Die Abfindung beträgt in der Regel zwei Jahresvergütungen und ist auf die Vergütungsansprüche für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags beschränkt“, heißt es laut Handelsblatt im Geschäftsbericht des Geldhauses.

Dabei gehe es allerdings nicht nur um eine Abfindung, sondern auch um eine Karenzentschädigung. Wie in anderen Berufen auch dürften die ehemaligen Vorstände nicht sofort bei einer anderen Bank tätig werden, sondern müssen sich an vereinbarte Karenzzeiten halten.

Die höchste Entschädigung bekommt dem Handelsblatt zufolge Investmentbanker Ritchie mit 8,6 Millionen Euro. Er war schon im vorigen Jahr Topverdiener bei der Deutschen Bankobwohl seine Sparte nicht sonderlich besonders erfolgreich war.

Noch keine konkreten Kürzungspläne für Deutschland

Derweil ist noch nicht klar, wie groß der Stellenabbau auf dem Heimatmarkt der Deutschen Bank ausfallen wird. „Wir erwarten, dass der Vorstand bald mit konkreten Abbauplänen für Deutschland auf uns zukommen wird“, sagte Konzernbetriebsratschef Frank Schulze der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir den Stellenabbau ohne Kündigungen und sozialverträglich hinbekommen werden.“

Deutschlands größtes Geldhaus hatte am Sonntag einen radikalen Umbau beschlossen, um die Dauerkrise zu beenden. Bis zum Ende des Jahres 2022 sollen weltweit rund 18 000 Vollzeitstellen gestrichen werden. Bis dahin will der Dax-Konzern seine Belegschaft auf etwa 74 000 Vollzeitkräfte verringern. Ende März 2019 hatte die Bank weltweit knapp 91 500 Vollzeitbeschäftigte, davon gut 41 500 in Deutschland.

Wie stark einzelne Länder und Standorte von dem Abbau betroffen sein werden, offenbarte der Vorstand bislang nicht. In Asien, aber auch in London und New York wurden bereits am Montag die ersten Mitarbeiter vor die Tür gesetzt. „Jeder Arbeitsplatz, der verloren geht, tut weh“, sagte Schulze. „Aber auch wir Arbeitnehmervertreter sind uns im Klaren darüber, dass es ohne harte Einschnitte nicht gehen wird.“

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Von RND/dpa/hö

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