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Deutschland / Weltweit Aigner droht Banken mit Gesetz zu Informationspflichten
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Aigner droht Banken mit Gesetz zu Informationspflichten
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11:53 23.12.2009
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner
Wenn es nicht anders geht, dann eben unter Zwang: Verbraucherschutzministerin Aigner. Quelle: afp
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Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat den Banken mit einem Gesetz gedroht, sollten sie Verbrauchern nicht „Beipackzettel“ zu den Risiken von Finanzprodukten bereitstellen. „Wenn die Banken die nötigen Informationen verweigern, brauchen wir ein Gesetz“, sagte die CSU-Politikerin der „Süddeutschen Zeitung“ vom Mittwoch. In diesen Beipackzetteln müsse stehen, „was das Produkt genau kostet und welche Risiken es hat, durch die der Kunde Geld verlieren könnte“. Bislang böten derartige Informationen nur zwei Banken an, klagte die Ministerin. „Falls in den nächsten Monaten freiwillig nichts passiert, dann können wir schnell handeln.“

Aigner klagte, „Falschberatung ist ein Massenproblem und diese Missstände müssen beendet werden.“ Die Ministerin kündigte an, die Verjährungsfrist für Fehler in Wertpapierprospekten verlängern zu wollen. Wie schon bei Falschberatung von Kunden solle sie von drei auf zehn Jahre verlängert werden. Verbraucher könnten dann auch nach längerer Zeit noch ihr Geld zurückverlangen, wenn eine Anlage im Prospekt zu positiv beschrieben wurde.

afp