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Deutschland / Weltweit Bahnbeauftragter der Regierung fordert höhere Bahnpreise
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12:28 27.01.2019
Reisende steigen in einen ICE bzw. gehen über den Bahnsteig 12 des Hauptbahnhofes in Berlin. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
Berlin

Der Beauftragte der Bundesregierung für den Schienenverkehr, Enak Ferlemann (CDU), hat die Bahn aufgefordert, ihre Preise zur Modernisierung des Netzes zu erhöhen. So könnten die nötigen Investitionen für die Schiene finanziert werden, sagte der Verkehrs-Staatssekretär der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ („FAS“). „Die Bahn könnte ihre Preise anheben oder die Sondertarife reduzieren“, schlug er vor und fügte hinzu: „Auch die Fernbusse werden teurer. Die Zeiten des ruinösen Wettbewerbs sind vorbei.“ Für 19 Euro quer durch Deutschland, das könne nicht der Normalfall sein.

Ferlemann gilt als einer der schärfsten Kritiker der Bahn. Zusammen mit Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) verhandelt er mit der Spitze des bundeseigenen Konzerns, um konkrete Maßnahmen einzuleiten, damit es im ersten Halbjahr Verbesserungen für die Fahrgäste hinsichtlich Service und Pünktlichkeit gibt.

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In der Zeitung forderte Ferlemann die komplette Digitalisierung des Schienennetzes - „das kostet bis 2040 jedes Jahr rund 1,5 Milliarden Euro“. Damit könne auch viel Geld gespart werden, „weil auf demselben Netz mehr Züge fahren“, sagte er.

Jeder vierte Fernverkehrszug der Bahn war zu spät

Den von Bahnchef Richard Lutz vorgeschlagenen Verkauf der sehr profitablen Bahn-Auslandstochtergesellschaft Arriva lehnte Ferlemann ab. „Wenn ich die Milchkuh einmal schlachte, dann gibt sie keine Milch mehr“, sagte er. Da müsste die Bahn erst einmal zeigen, wie sie die Erträge auf andere Weise erwirtschaften könne. Scheuer hatte gesagt, er stehe einem Verkauf von Arriva „offen“ gegenüber.

Wegen Staus auf dem Schienennetz, Baustellen und Mängeln bei den Fahrzeugen war 2018 im Jahresdurchschnitt jeder vierte Fernzug der Deutschen Bahn zu spät. Der Konzern verfehlte sein Ziel von 82 Prozent pünktlicher Züge deutlich. Die Bahn ist hoch verschuldet und braucht weitere Milliarden für Investitionen.

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Von RND/dpa/ngo

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