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Deutschland / Weltweit Bankeinlagen bei der EZB steigen auf Rekordwert
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Bankeinlagen bei der EZB steigen auf Rekordwert
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10:02 28.12.2011
Bankeinlagen bei EZB sind am Mittwoch auf einen Rekordwert gestiegen. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Erst am Dienstag waren die kurzfristigen Einlagen erstmals über die Marke von 400 Milliarden Euro gesprungen. Das aktuelle Niveau liegt deutlich höher als während der ersten Finanzkrise 2008. Die eintägigen Bankausleihungen bei der EZB notieren derzeit mit 6,2 Milliarden Euro ebenfalls höher als üblich.

Die eintägigen Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB gelten als Indikator für das Misstrauen der Institute untereinander. Normalerweise meiden die Banken die Möglichkeit, bei der Notenbank kurzfristig Geld zu parken oder anzulegen, da die Konditionen ungünstig sind. Wegen der europäischen Schuldenkrise und des starken Engagements der Banken in Staatsanleihen funktioniert der Geldhandel zwischen den Instituten aber nicht wie gewohnt.

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Darüber hinaus haben sich die Geldhäuser in der vergangenen Woche die Rekordsumme von fast 500 Milliarden Euro bei der EZB für drei Jahre geliehen. Einen Teil dieser Mittel scheinen die Banken zwischenzeitlich bei der EZB zu parken.

Verluste am deutschen Aktienmarkt

Derweil fiel der deutsche Leitindex Dax am Mittwoch um 0,89 Prozent auf 5838 Punkte. Der MDax gab um 0,58 Prozent auf 8787 Punkte nach, und der TecDax verlor 0,43 Prozent auf 676 Punkte. „Spannend könnte es heute noch werden, wenn sich Italien über kurz laufende Bonds refinanzieren wird“, sagte ein Analyst von IG Markets. Im Verlauf des Vormittags werden in Europa italienische Staatsanleihen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 11,5 Milliarden Euro versteigert. Insgesamt erwarten die Marktteilnehmer allgemein aber einen weiteren ruhigen und umsatzschwachen Handelstag in der Woche zwischen den Jahren.

Erneut gehörten die Bankenwerte zu den Schlusslichtern im Dax. Nachdem die Aktien der Commerzbank bereits tags zuvor schwächster Wert gewesen waren, gaben sie nun um weitere 3,10 Prozent auf 1,28 Euro nach. Die Titel der Deutschen Bank büßten 2,37 Prozent auf 29,04 Euro ein. Favorit hingegen waren im schwächeren Markt die als defensiv eingestuften Papiere des Medizinkonzerns Fresenius mit plus 0,68 Prozent.

dpa