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Deutschland / Weltweit Cinemaxx schreibt nach elf Jahren wieder schwarze Zahlen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Cinemaxx schreibt nach elf Jahren wieder schwarze Zahlen
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09:36 30.03.2010
Gutes Jahr für Cinemaxx: Der Kinokonzern ist wieder in der Gewinnzone.
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Vor allem dank der neuen 3-D-Technik hat die Hamburger Kinokette Cinemaxx 2009 nach elf Jahren mit roten Zahlen erstmals wieder den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Unterm Strich bleiben nach vorläufigen Zahlen rund 20 Millionen Euro, berechnet nach den internationalen IFRS-Regeln. Aber selbst unter den strengeren deutschen HGB-Vorschriften erreiche der Konzern ein Plus von 7 Millionen Euro, erläuterte ein Unternehmenssprecher am Montag.

Konzernchef Christian Gisy hatte ursprünglich bescheiden eine „schwarze Null“ als Jahresziel ausgerufen, nach einem Verlust von 5,1 Millionen Euro im Jahr davor schien schon diese Prognose kühn, nun wurde sie sogar deutlich übertroffen. An der Börse machte die Cinemaxx-Aktie am Montag einen Sprung von 16 Prozent auf 3,06 Euro.

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Der Umsatz des Konzerns erhöhte sich 2009 von 168 auf 195 Millionen Euro. Cinemaxx profitierte dabei von einem starken Filmangebot und dem Trend zu 3-D-Filmen wie „Ice Age 3“, „Oben“ und „Avatar“, die besonders viele Besucher ins Kino lockten. Insgesamt kamen 18,1 Millionen Menschen in die Häuser – eine Million mehr als im Jahr zuvor.

Die Besucher schauten offenbar auch nicht mehr so sehr auf den Euro, sie waren bereit, für 3-D-Filme deutlich höhere Eintrittspreise zu zahlen, und gaben auch mehr für Popcorn und Cola aus. So erhöhten sich die Ticketeinnahmen um 17 und die Gastronomieerlöse um 18 Prozent. „Durch höhere 3-D-Ticketpreise und ein attraktives Angebot an 3-D-Filmen wirkten sich unsere Investitionen bereits im Jahr 2009 in Form von deutlichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen aus“, heißt es. Der leichte Rückgang der Werbeerlöse von 7,6 auf 6,9 Millionen Euro sei kaum ins Gewicht gefallen.

Cinemaxx hatte im vergangenen Herbst als letzte der großen Kinoketten mit einem Aufwand von 6,5 Millionen Euro jeden fünften seiner 300 Kinosäle mit 3-D-Technik ausgerüstet. „3D hat sich als eine starke Ergänzung für das Kinogeschäft erwiesen, weil es einzig im Kino zu sehen ist“, sagte Vorstandschef Gisy. Für das laufende Jahr sei er zuversichtlich. „Es läuft nach wie vor sehr gut; Januar und Februar lagen über Plan.“ Die Filme „Avatar“, „Shutter Island“ und „Alice im Wunderland“ hätten sich als Publikumsrenner erwiesen.

Hoffnungen setzt Gisy auf weitere 3-D-Produktionen wie neue Folgen von „Shrek“ und „Toy Story“ oder die Computerspieladaption „Prince of Persia“. Zum Jahresende ist ein weiterer „Harry Potter“-Film angekündigt, diesmal auch in 3-D. Ursprünglich war erwartet worden, dass 15 Prozent der Besucher 3-D-Filme sehen, in diesem Jahr werden es aber sehr wahrscheinlich mehr werden, hieß es. Ein Unsicherheitsfaktor in diesem Jahr sei neben dem Wetter die Fußball-WM im Juni. (mit: dpa)

Gutes Jahr für Cinemaxx: Das breite Filmangebot zieht Menschen in die Kinos, die für 3-D-Filme auch mehr Geld auszugeben bereit sind.

Helmuth Klausing