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Deutschland / Weltweit DIW-Präsident warnt vor Inflation und Staatsversagen
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09:38 22.02.2009
 Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann. Quelle: IZA/ddp
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Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, sieht vor allem die Gefahr einer Inflation. „Mit der Überschuldung, die auf Dauer nur durch eine Aufblähung der Geldmenge erreicht werden kann, wächst die Gefahr von Inflation und Staatsversagen“, sagte Zimmermann der „Welt am Sonntag“. Bis Ende 2010 könne bei einer weiteren Verschärfung der Krise die Verschuldung Deutschlands von jetzt über 1,5 bis auf 1,8 Billionen Euro ansteigen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) und FDP-Chef Guido Westerwelle halten die staatlichen Hilfsmöglichkeiten für nahezu ausgeschöpft. „Ich glaube, dass man vom Staat nicht mehr erwarten kann. Man kann nicht alle zwei Monate ein Konjunkturpaket neu schnüren“, sagte Oettinger der Zeitung. Auch Westerwelle warnte davor, dass der Staat sich überhebt: „Der Staat kann Heilungsprozesse in der Wirtschaft nicht ersetzen, sondern nur einen günstigen Rahmen dafür schaffen“, sagte Westerwelle der „Welt am Sonntag“. Niemandem sei geholfen, wenn der Staat aus falscher Solidarität unüberschaubare Risiken auf sich nehme.

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Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz plädierte für eine Doppelstrategie. Nach seiner Ansicht sollte der Staat wegen des systemischen Risikos, „wenn auch zähneknirschend, den Banken helfen“. Auf private Unternehmen treffe dies jedoch nicht zu. Der Staat sollte sich „hier heraushalten“, sagte Franz der Zeitung.

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger schätzt die Lage weniger dramatisch ein und meint, dass der Staat noch Ressourcen hat. „Wenn der Staat in einem Extremszenario 500 Milliarden Euro im Kampf gegen die Finanzkrise ausgeben müsste, würde sich die Staatsverschuldung von derzeit 65 Prozent auf 85 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen“, sagte Bofinger. Dies sei zwar nicht gut, aber noch weit von dem Punkt entfernt, ab dem es Grund zur Panik gebe.

ddp