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Deutschland / Weltweit Drohnen sollen Baumstürze auf Bahnstrecken verhindern
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13:39 25.02.2019
Ein Mitarbeiter der Bahn demonstriert auf einem Pressetermin eine Drohne mit Wärmebildkamera. Mit Hilfe des Fluggeräts können die Fachleute schadhafte Bäume aufspüren, die dann gezielt gefällt werden können um beispielsweise ein Umstürzen des Baumes auf die Gleise zu verhindern. (Archiv) Quelle: Boris Roessler/dpa
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Kamenz/Arnsdorf

Nachdem sich Sperrungen und Unfälle an den Bahnstrecken aufgrund umgestürzter Bäume gehäuft haben, wollen der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und die Deutsche Bahn nun mehr in Sachen Vegetationsschutz unternehmen.

DB Netz AG und VVO haben in diesem Winter ein Pilotprojekt gestartet, bei dem zunächst bei einem Strecken-Teilabschnitt sturzgefährdete Bäume beobachten werden sollen.

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Baumfällungen erst im Herbst

Beide Verkehrsanbieter vermuten „heftige Unwetter“ als Ursache für die häufigen Baumstürze in den vergangenen Monaten. „Besonders betroffen waren davon die Bahnstrecken in das Osterzgebirge und in die Lausitz.“ Kritiker hatten dort ein strafferes Regime angemahnt, was den Gehölzschnitt angeht.

Auch der VVO hatte mehr Engagement von der zuständigen Bahntochter DB Netz AG verlangt. Diese hatte ihrerseits versprochen, ihre Bemühungen in dieser Richtung zu verstärken, verwies aber gleichzeitig auf die Zuständigkeiten privater Waldbesitzer entlang der Bahnstrecken. Eine schwierige Gemengelage, in die das Pilotprojekt etwas mehr Klarheit bringen soll.

Hier lesen: 800 Bahn-Baustellen gleichzeitig: Hier müssen Reisende bald mit Verspätungen rechnen

„Bis März sowie im Mai und Juni wird die Strecke mit Hilfe einer Drohne abgeflogen und die Vegetation analysiert“, erläutert VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen die Vorgehensweise. Baumfällungen folgten dann ab Herbst in enger Abstimmung mit den Wald- beziehungsweise Grundstücksbesitzern sowie den Forst- und Naturschutzbehörden. Damit ist auch klar: Ein schnelles Reparaturprogramm ist das Pilotprojekt nicht.

Evaluierung in einem Jahr

Im Gegenteil: Wenn es funktioniert, werden Sperrungen und Räumungen an den Bahnstrecken gänzlich vermieden. Und auch die teils hohen Reparaturkosten an Zügen, die in einen umgestürzten Baum hineingefahren sind.

Mit der Strecke zwischen Arnsdorf und Kamenz hat man sich eine Verbindung für das Pilotprojekt ausgewählt, an der es zuletzt besonders viele Sperrungen gegeben hatte und die zudem von vielen Pendlern genutzt wird.

In ganz Deutschland richteten umgestürzte Bäume enorme Schäden an. Quelle: Daniel Friederichs/dpa

Probleme gibt es freilich auch anderswo, etwa an der Bahnstrecke zwischen Heidenau und Altenberg und auch an der Hauptroute Dresden-Prag durchs Elbtal. „Das Vegetationsmanagement hat für uns durch die zunehmende Zahl heftiger Unwetter an Bedeutung gewonnen“, sagt Uwe Domke von der DB Netz AG. „Durch die Verwendung eines Multicopters und dem sogenannten geographischen Informationssystem (GIS) können wir sturmgefährdete Vegetation mit GPS erfassen und zielgerichtet mit Anliegern und Kommunen eingreifen.“

In das Pilotprojekt investieren die Partner insgesamt 135.000 Euro. Nach einem erfolgreichen Verlauf ist eine Ausweitung auf ganz Sachsen und weitere Regionen geplant, kündigen sie an. Eine Evaluierung ist in etwa einem Jahr angedacht.

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Von RND/uh

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