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Deutschland / Weltweit Vattenfall verkauft Braunkohlesparte
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Vattenfall verkauft Braunkohlesparte
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21:00 18.04.2016
Der Braunkohletagebau der Vattenfall AG nahe Jänschwalde (Brandenburg) ist einer von mehreren Tagebauen, die nun verkauft werden sollen. Quelle: dpa
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Stockholm/Berlin

Vattenfall verkauft alle Kraftwerke und Tagebaue in der Braunkohlesparte an die tschechische EPH-Gruppe und deren Finanzpartner PPF. Das teilten beide Seiten am Montag mit. Die EPH-Gruppe des Investors Daniel Kretinsky übernimmt damit das zweitgrößte deutsche Braunkohlerevier mit vier Kohlegruben und drei Kraftwerken in Brandenburg und Sachsen. Hinzu kommen die 50-Prozent-Beteiligung am Kraftwerk im sächsischen Lippendorf, das Vattenfall gemeinsam mit EnBW betreibt, und der im Dezember stillgelegte Tagebau Cottbus-Nord.

Neben den Anlagen mit einem Buchwert von 3,4 Milliarden Euro übernimmt EPH den Angaben zufolge die Verpflichtungen einschließlich der Rekultivierung von Vattenfall. Die Tschechen bekommen dazu Barmittel von rund 1,7 Milliarden Euro. Die Käufer nehmen an, dass sie nach dem Ende der Kohleförderung etwa zwei Milliarden Euro in die Rekultivierung stecken müssen.

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Tausende Beschäftigte betroffen

Vattenfall beschäftigt in der Sparte rund 8000 Menschen. Der Konzern geht davon aus, dass an der Lausitzer Braunkohle rund 16 000 weitere Arbeitsplätze bei Zulieferern hängen. Der Gesamtbetriebsratschef der Vattenfall Europe Mining AG, Rüdiger Siebers, sagte der Deutschen Presse-Agentur, EPH bekenne sich zum geltenden Tarifvertrag. Betriebsbedingte Kündigungen seien bis Ende 2020 ausgeschlossen.

Der Konzern hatte 2014 entschieden, sich von dem Geschäftsfeld zu trennen. Die rot-grüne Regierung in Stockholm hatte zuvor das Ziel vorgegeben, mehr erneuerbare Energien anzubieten. An seinen übrigen Aktivitäten in Deutschland - darunter Fernwärme und Windkraft - hält Vattenfall fest.

Zu EPH gehören in Deutschland bereits das Bergbauunternehmen Mibrag mit Sitz in Zeitz (Sachsen-Anhalt) sowie dessen Tochtergesellschaft Helmstedter Revier GmbH (HSR) mit dem Kraftwerk Buschhaus.

dpa

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