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Deutschland / Weltweit Etihad sucht Partner für Air Berlin
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21:42 23.03.2014
Nach Aussagen mehrerer Insider will die finanzstarke Etihad ihren Anteil aufstocken und Air Berlin dann mit der Alitalia fusionieren. Quelle: dpa
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Frankfurt/Dubai

Nach Aussagen mehrerer Insider will die finanzstarke Etihad ihren Anteil aufstocken und Air Berlin dann mit der Alitalia fusionieren, wo sich die Araber ebenfalls beteiligen wollen. Air Berlin selbst will erst am Donnerstag Klarheit schaffen – die Gerüchteküche kocht, seit die Bilanz-Pressekonferenz um eine Woche auf diesen Termin verschoben wurde.

Die Verhandlungen über eine Fusion der deutschen mit der italienischen Fluglinie seien in einem frühen Stadium, sagten drei mit der Sache vertraute Personen am Wochenende. Das Geschäft könne noch scheitern. Unsicherheitsfaktoren seien vor allem die italienische Regierung und Gewerkschaften, die sich gegen neue Machtverhältnisse bei der angeschlagenen Airline wehren.

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Zudem müsste Air Berlin die Flugallianz One World verlassen und sich Alitalias Skyteam anschließen. Der Schritt sei langwierig und mit Strafzahlungen verbunden, hieß es. Einem Banker zufolge ist die Einkaufstour von Etihad in Europa aber nur sinnvoll, wenn die einzelnen Fluggesellschaften früher oder später zusammengeführt werden, um einen neuen Rivalen zur Lufthansa oder British Airways-Iberia aufzubauen. Etihad bereitet derzeit einen Einstieg bei Alitalia vor und beabsichtigt einem anderen Insider zufolge zudem, seinen Anteil an Air Berlin von knapp 30 auf 49,9 Prozent zu erhöhen.

Die Europastrategie von Etihad endet nach Aussage von Gerald Wissel, Chef der Unternehmensberatung Airborne, nicht in Italien oder Deutschland. „Als Zukunftsvision wäre es sogar vorstellbar, dass die Konstellation um Air France erweitert wird“, sagte er. Die Franzosen sind bereits Partner von Etihad und führen die Flugallianz Skyteam an.

Air Berlin hat nach Schätzungen von Analysten im vergangenen Jahr operativ (Ebit) zwischen 114 und 132 Millionen Euro Verlust gemacht. 2012 hatte Etihad mit dem Kauf des Vielfliegerprogramms von Air Berlin rote Zahlen verhindert. Vor einigen Tagen hatte Air Berlin mitgeteilt, man führe „fortgeschrittene Gespräche über Optionen, die im Fall ihrer Umsetzung einen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaft haben werden“.

rtr

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