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Deutschland / Weltweit Das ist zu tun, wenn die Diebe da waren 
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00:17 27.10.2015
Einbrecher fackeln meist nicht lange und verursachen neben dem Diebstahl noch erhebliche Schäden. Quelle: dpa
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Die Hausratversicherung gehört zu den Standardpolicen. Sie deckt Schäden an Einrichtungsgegenständen durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Einbruch und Raub ab. Vor allem nach Einbrüchen ist einiges zu beachten, um tatsächlich alle Schäden ersetzt zu bekommen. Fragen und Antworten zum Thema:

Wann greift die Hausratversicherung?
Der Einbrecher muss sich mit einem Werkzeug, etwa einer Brechstange, oder einem geraubten Schlüssel Zugang verschafft haben, erläutert die Verbraucherzentrale. Fahrlässiges Verhalten kann den Versicherungsschutz mindern: Wenn etwa die Eingangstür nur angezogen und nicht extra abgeschlossen wurde, regulierten Versicherer in der Regel nur die Hälfte des Schadens, sagt Elke Weidenbach, Referentin für Versicherungen bei der Verbraucherzentrale. Sind die Diebe über ein angekipptes Fenster eingestiegen, kann das den Versicherungsschutz ebenfalls verringern.

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Die Polizei in Hannover informiert

Eine Stunde für mehr Sicherheit: An diesem  Sonntag lädt das Landeskriminalamt (LKA) gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen und der Polizeidirektion Hannover zum Tag des Einbruchsschutzes ein. Auf dem Gelände der Fertighauswelt in Langenhagen können sich Besucher kostenlos informieren. „Solche Veranstaltungen halten wir seit einigen Jahren regelmäßig ab, um die Bürger zu sensibilisieren“, sagt LKA-Sprecherin Stephanie Weiß.

Offenbar mit Erfolg: Nachdem die Zahl der Wohnungseinbrüche in der Region Hannover ab dem Jahr 2011 drastisch angestiegen war, verzeichnet die Polizeidirektion seit dem Jahr 2013 wieder einen Rückgang. „Auch in diesem Jahr setzt sich dieser Trend offenbar fort“, sagt Polizeisprecher André Puiu. Das LKA gibt zu bedenken: „Die dunkle Jahreszeit, in der viel eingebrochen wird, hat erst begonnen.“

Wer sich aktiv gegen Einbrecher schützen will, bekommt seit vergangenem Jahr Unterstützung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Lässt  man sein Heim energieeffizient oder barrierefrei  umbauen, kann man sich von der KfW auch den Einbau von einbruchssicheren Fenstern und Türen fördern lassen.
Der Tag des Einbruchsschutzes beginnt um 11 Uhr in der Münchner Straße 25 in Langenhagen.  jki

Welches Eigentum wird ersetzt?
Alles, was entwendet wurde. Das schließt Möbel, Kleidung und Elektrogeräte ein, aber auch Bücher und Geschirr. Sogar für das entwendete Futter der Haustiere gibt es Ersatz. Die gestohlenen Gegenstände müssen die Einbruchsopfer auf einer Stehlgutliste notieren. Dort sollte man das Diebesgut detailliert beschreiben und unter anderem dessen Neuwert angeben. Die Liste reicht man bei Polizei und Versicherung ein. Von wertvollem Inventar hat man für alle Fälle besser ein Foto gemacht und den Einkaufsbeleg aufgehoben. Das kann die Regulierung erleichtern. „Bei hohen Schäden kommt oft noch ein Sachverständiger und prüft, ob die angegebenen Schäden plausibel sind“, sagt Weidenbach. Auf jeden Fall sollte man auf der Stehlgutliste alles notieren, was weg ist, und das lieber zweimal prüfen. Fällt erst Monate später auf, dass auch die Kamera weg ist, wird dieser Verlust unter Umständen nicht mehr ausgeglichen.

Welche Pflichten hat das Einbruchsopfer?
In vielen Verträgen steht, dass der Versicherer „unverzüglich“ zu informieren ist. „Das heißt aber nicht, dass man nachts zum Hörer greifen muss“, beruhigt Weidenbach. In der Regel habe man drei Tage Zeit, um den Einbruch telefonisch zu melden. Dann sollte man die Umstände erläutern und direkt notwendige Reparaturen ansprechen. Ohne Rücksprache mit dem Versicherer sollten Schäden an Türen und Fenstern nicht behoben werden. Sonst bleibt man eventuell auf den Kosten sitzen.

Wie viel zahlt die Versicherung?
Die Hausratpolice trägt die Reparaturkosten für beschädigtes Inventar sowie Einbruchsschäden an Türen und Fenstern. Für gestohlene Gegenstände wird der Wiederbeschaffungspreis erstattet, der nicht dem früheren Kaufpreis entsprechen muss. Ein Fernsehgerät zum Beispiel kostet heute oft wesentlich weniger als ein technisch vergleichbares Gerät vor fünf Jahren. Kann beschädigter Hausrat weiter genutzt werden, zahlt die Versicherung die Wertminderung.

Von Tom Nebe

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