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Deutschland / Weltweit GDL-Chef will Arbeitgebern Zeit lassen
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11:47 22.02.2011
Claus Weselsk, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer.
Claus Weselsk, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Quelle: dpa
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Mit neuen Arbeitsniederlegungen bereits am Mittwoch ist nach seinen Worten wohl nicht zu rechnen.

„Ich mache das nicht an heute fest. Wir werden auswerten und auch der Arbeitgeberseite Zeit geben, sich den Streik noch mal eindrucksvoll vor Augen zu führen“, sagte Weselsky wörtlich. Er vermied aber eine konkrete Aussage zu Mittwoch. Grundsätzlich werde die GDL die Öffentlichkeit über weitere Schritte rechtzeitig informieren.

Weselsky verteidigte den flächendeckenden Umfang der Aktionen am ersten Streiktag. Es gebe keinen Grund, bestimmte Regionen oder Unternehmen auszunehmen - außer den privaten Güterbahnen, mit denen die GDL noch in Verhandlungen stehe. Die Aktionen seien mit 80 Prozent Zugausfall ein voller Erfolg gewesen. „Es ist deutlich geworden, dass es uns ernst mit der Sache ist. (...) Wir könne auch mehr. Wir können auch länger.“

Der GDL-Chef wies die Kritik der Deutschen Bahn AG zurück, die sich zu Unrecht bestreikt fühlt, weil bei ihr bereits die Standards gelten, die bei den Privatbahnen erst durchgesetzt werden sollten. Es gehöre offenbar zum neuen Image der Bahn, dass ihr Management stets den Unschuldigen mime, sagte Weselsky. Die DB habe versucht, der GDL die Bedingungen für einen Flächentarifvertrag aufzuzwingen.

dpa

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