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Deutschland / Weltweit GDL-Streik im Norden geht in die nächste Runde
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit GDL-Streik im Norden geht in die nächste Runde
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08:43 14.05.2011
Mitglieder der GDL bestreiken die AKN Eisenbahn AG. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Reisende und Pendler müssen sich seit Samstagmorgen wieder auf Verspätungen und Zugausfälle bei der AKN einstellen. Die Lokführergewerkschaft GDL kündigte eine Stunde vor Streikbeginn um 8 Uhr an, für unbestimmte Zeit die Arbeit niederzulegen.

Der Tarifstreit über eine einheitliche Bezahlung aller 26.000 Lokführer in Deutschland geht damit in die nächste Runde. Die GDL gehe davon aus, dass über 20 Lokführer bei der AKN Eisenbahn AG in den Streik treten, sagte der Vorsitzende des GDL-Bezirks Nord, Lutz Schreiber. Wie lange die Arbeitsniederlegungen andauern, wurde nicht mitgeteilt. „Das Ende der Streiks wird während der laufenden Streikmaßnahme kurzfristig bekannt gegeben“, sagte Schreiber.

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Die Lokführer in der Gewerkschaft GDL erhöhen damit den Druck auf Bahn-Konkurrenten, die sich ihrer Meinung nach im Tarifkonflikt bislang wenig beweglich zeigten. Die Gewerkschaft hatte am Freitag angekündigt, Streiks künftig nicht mehr zwölf Stunden im Voraus bekanntzugeben, sondern mit einer weitaus kürzeren Frist. „Es handelt sich dabei schlicht um die Verschärfung der Arbeitskampfmaßnahmen, weil sich nichts bewegt.“

Die GDL kämpft bereits seit Monaten für eine einheitliche Bezahlung aller 26.000 Lokführer in Deutschland - und zwar auf dem hohen Niveau des Marktführers Deutsche Bahn (DB). Der dafür notwendige Rahmentarif ist bei der DB schon unter Dach und Fach.

Ihre Konkurrenten - die Regionalbahnen mit etwa 6000 Lokführern - sind nach GDL-Darstellung mehrheitlich verhandlungsbereit. Mit neun von ehemals gut 20 DB-Konkurrenten herrscht hingegen noch Funkstille. Zu diesen verbliebenen Regionalbahnen gehört auch die bestreikte AKN Eisenbahn AG.

dpa

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