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Deutschland / Weltweit Hannoversche Autozulieferer steigern Gewinn
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Hannoversche Autozulieferer steigern Gewinn
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20:37 09.02.2012
Von Lars Ruzic
Der Autositzhersteller Faurecia konnte seinen Gewinn 2011 steigern. Quelle: dpa
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Hannover

Im laufenden Jahr rechnen beide allerdings eher mit einer Stagnation auf hohem Niveau. Zusammen beschäftigen beide Konzerne in der Region 4500 Menschen.

Der Lkw-Zulieferer Wabco steigerte seinen Umsatz um 28 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar – vor allem dank hoher Zuwächse in Europa und Nordamerika. Zudem entwickelt sich bei dem Direktlieferanten das Ersatzgeschäft zu einem wichtigen Wachstumsfaktor. Es macht bereits gut ein Viertel der Erlöse aus. Unterm Strich verblieb ein Rekordgewinn in Höhe von 357 Millionen Dollar – nach einem Verlust von 226 Millionen Dollar im Vorjahr, der allerdings durch Sonderfaktoren zustande kam.

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Wabco-Chef Jacques Esculier sieht 2012 als „Jahr des Übergangs“, das die „aktuellen Marktunsicherheiten“ hinter sich lassen werde. Vor allem in Westeuropa, dem Kernmarkt der Hannoveraner, rechnet der Konzern mit Rückgängen von mehr als 10 Prozent. Das könne aber in anderen Regionen kompensiert werden. Unterm Strich rechnet der US-Konzern mit einer Umsatzentwicklung, die sich in einer Bandbreite zwischen minus 2 und plus 3 Prozent bewegt. Der Gewinn dürfte nach Esculiers Ansicht eher geringer ausfallen als 2011. Hannover als Fertigungs- und Entwicklungszentrale ist mit 3000 Beschäftigten der mit Abstand größte Standort des US-Konzerns. Hinzu kommt ein Werk in Gronau mit mehr als 300 Beschäftigten.

Der französische Zulieferriese Faurecia steigerte seinem Umsatz 2011 um mehr als 17 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro. Der Gewinn schoss um 84 Prozent auf 371 Millionen Euro hoch. Die Autositzsparte, für die in Stadthagen entwickelt und gefertigt wird, legte um 8 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro zu. Faurecia dünnt seit Jahren die Produktion in Stadthagen aus. Die letzte Streichungswelle fiel dank des Autobooms am Ende etwas niedriger aus. Im Schaumburgischen beschäftigt der Konzern 1200 Mitarbeiter, gut 200 davon in der Fertigung.

Margit Kautenburger 09.02.2012