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Deutschland / Weltweit CeBIT verliert jeden vierten Besucher
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit CeBIT verliert jeden vierten Besucher
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00:15 17.03.2014
Weniger Besucher als gedacht: Zur diesjährigen Veranstaltung kamen nur 210.000 Gäste – die Deutsche Messe hatte zuvor mit 230.000 kalkuliert. Quelle: dpa
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Hannover

Dass man  die Zahl von 273.000 Besuchern aus dem Vorjahr nicht erreichen würde, war den Veranstaltern schon vorher klar: Sie haben die CeBIT auf Wunsch der Aussteller erstmals komplett auf Geschäftskunden zugeschnitten. „Wir haben unser Ziel für die Besucherzahl zu 90 Prozent erreicht“, sagte Messe-Vorstand Oliver Frese am Freitag zum Abschluss der Veranstaltung. 

Für Frese ist das neue Konzept der Computermesse dennoch „voll gelungen“ – der Fachbesucheranteil habe bei 92 Prozent gelegen. Umfragen unter den Besuchern hätten ergeben, dass man in diesem Jahr besonders viele Führungskräfte anziehen konnte: „Im Schnitt hat jeder Besucher pro Messetag 26 Stände besucht, das ist eine Menge.“

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Im Mittelpunkt der Messe standen die sich verstärkende Symbiose von Anwendern und Anbietern, die vor allem im Automobilbereich zunehmend sichtbar wird – sowie die Themen Datenschutz, Cloud Computing und „Big Data“.

Auch die Aussteller bewerteten die Neupositionierung als Erfolg. Bitkom-Präsident Dieter Kempf lobte vor allem das gute Konferenzangebot, bei dem dieses Mal rund 140 internationale Redner vertreten waren. Vodafone-Manager Jan Geldmacher betonte die Strahlkraft der großen Namen: „Die Rockstars der Branche waren hier präsentiert, das ist hervorragend angekommen.“ Auch die Qualität der Fachgespräche auf der Messe sei hoch gewesen: „Der Trend geht weg von reiner Produktpräsentation und hin zu Lösungspräsentationen“, sagte Geldmacher, der auch Vorsitzender des CeBIT-Messeausschusses ist. Die Zahl der Aussteller lag mit 3394 leicht über dem Niveau von 2013 mit 3382. „Wir haben ermittelt, dass das auf der CeBIT geplante Investitionsvolumen bei mehr als 25 Milliarden Euro liegt“, sagte Frese.

Die Aussteller sehen die Neuausrichtung der CeBIT als fortschreitenden Prozess. „Um ein neues Smartphone zu sehen, brauche ich heute nicht mehr durch die Messehalle laufen“, sagte Bitkom-Chef Kempf. Man solle stattdessen überlegen, wie man die Anwendungen anschaulich zeigen könne. „Da müssen wir umlernen.“ Trotz des Fokus auf Geschäftskunden solle die CeBIT auch künftig für ein breiteres Publikum interessant sein. „Spätere Entscheider müssen an unsere Branche herangeführt werden“, betonte Kempf.

Sabrina Mazzola

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