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Deutschland / Weltweit Lufthansa-Flugbegleiter beenden ersten Streiktag
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Lufthansa-Flugbegleiter beenden ersten Streiktag
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14:57 31.08.2012
Nach 13 Uhr landeten die gebrauchten Streikwesten auf einem Haufen. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Die Gewerkschaft Ufo hat den ersten Streiktag der Flugbegleiter der Lufthansa wie angekündigt um 13 Uhr beendet. Der achtstündige Arbeitskampf kurz vor dem Wochenende stürzte Deutschlands größten Flughafen ins Chaos. Ein Ufo-Sprecher sagte: „Das war ein Riesenerfolg, auch wenn es uns für die Passagiere und die Kollegen am Boden leidtut. Aber das muss jetzt sein.“

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Bei der Lufthansa fielen nach Unternehmensangaben ein Großteil der Kurz- und Mittelstrecken sowie vereinzelt Langstreckenflüge aus. Der Flughafenbetreiber Fraport musste auf die Bremse treten und für gut 90 Minuten alle Starts von einem deutschen oder einem europäischen Flughafen mit Zielort Frankfurt stoppen. Ab Mittag entspannte sich die Lage etwas, sagte ein Fraport-Sprecher. Das Chaos an deutschen Flughäfen dürfte sich aber schon bald fortsetzen: „Der nächste Streik wird schnell kommen“, sagte der Ufo-Sprecher.

Die Gewerkschaft hatte am Dienstag nach dem Scheitern langwieriger Verhandlungen den Streik ausgerufen, dem die Mitglieder schon vorab zugestimmt hatten. Ufo hat in den seit 13 Monaten andauernden Verhandlungen nach drei Jahren Nullrunden neben fünf Prozent höheren Entgelten unter anderem das Ende der Leiharbeit und Schutz gegen die Auslagerung von Jobs verlangt. Lufthansa plant hingegen mittelfristige Einsparungen bei den Personalkosten und will dafür unter anderem die Beförderungsstufen strecken.

Das Unternehmen wies die Darstellung der Ufo zurück, dass rund 2000 Flugbegleiter in die geplante interne Billigfluglinie mit schlechteren Tarifbedingungen verlagert werden sollten. Mindestens 800 der vorgesehenen Kräfte kämen von der Tochter Germanwings, in der vergleichbare Tarifbedingungen bereits gelten, hieß es.

Lufthansa und die verschiedenen Flughäfen hatten sich intensiv auf die Streiks der Stewards und Stewardessen vorbereitet. Bereits die erste unbestimmte Ankündigung vom Dienstag hatte zu Stornierungen und Umbuchungen geführt. Europas größte Fluggesellschaft wollte alle technischen Möglichkeiten nutzen, ihre Kunden über Flugausfälle zu informieren.

In der Regel nennt die Gesellschaft auf ihrer Homepage www.lufthansa.com die gestrichenen Flüge, mit der Flug- oder Buchungsnummer kann man die betreffende Verbindung abrufen. Wer seine Mobilnummer bei der Buchung angegeben hat, erhält bei einem stornierten Flug eine Info-SMS auf sein Handy. Die Servicenummer der Lufthansa lautet (0 18 05) 80 58 05. 

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.