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Deutschland / Weltweit Nach dem Tod von Piëch: Das wird aus seinem Erbe
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15:17 27.08.2019
Der damalige VW-Patriarch Ferdinand Piech und seine Frau Ursula Piech. Quelle: Armin Weigel/dpa
Wolfsburg

Sprach Ferdinand Piëch von seiner Familie, meinte er seine letzte Ehefrau Ursula und die drei gemeinsamen Kinder. Sie treten selten in Erscheinung, lediglich sein Sohn Gregor schien zeitweise auf Größeres vorbereitet zu werden. Anfang des Jahres machte Gregors Halbbruder Anton Piëch Schlagzeilen, als er ein eigenes Autoprojekt vorstellte - zu dem der Vater schnell auf Distanz ging. Bis zu seiner letzten Ehe hatte Ferdinand Piëch auch privat ein bewegtes Leben geführt.

Aus erster Ehe stammen fünf Kinder, zwei aus einer langjährigen Beziehung mit seiner Schwägerin Marlene Porsche, "und ich hatte zwei weitere Kinder außerhalb dieser Beziehung", schreibt er in seiner "Auto.Biographie". So wurden ihm bisher zwölf Kinder zugeschrieben, Ursula Piëch schreibt in der Erklärung zum Tod ihres Mannes allerdings: "Er hinterlässt eine große Familie mit dreizehn Kindern."

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Schon vor einigen Jahren glaubte Piëch seinen Nachlass geordnet zu haben. Sein Vermögen bestand größtenteils in Aktien der börsennotierten Porsche SE in Stuttgart. Gut 25 Prozent der Stimmrechte gehörten dem Porsche-Enkel in dem Unternehmen, das die wichtigste Beteiligung des verzweigten Clans besitzt: die Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG. Piëch brachte seine Beteiligung in österreichische Stiftungen ein, die den Bestand der Unternehmen im Familienbesitz sichern sollten. Ein Verkauf der Aktien durch einzelne Erben sollte unmöglich sein. Ehefrau Ursula war eine Schlüsselrolle zugedacht.

Doch nicht alle Nachkommen waren wohl mit den Plänen einverstanden, angeblich musste nachverhandelt werden. Als sich Piëch 2015 mit VW-Chef Martin Winterkorn und dem VW-Aufsichtsrat überwarf, war der Plan ohnehin obsolet. Die Stiftungen hätten "den wesentlichen Teil" ihrer Porsche-Aktien an andere Familienmitglieder verkauft, meldete das Unternehmen im Herbst 2017. Wie das Geld danach angelegt wurde und wem wieviel zugedacht ist, ist nicht bekannt.

Von Stefan Winter/RND

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